Dillon - When Breathing Feels Like Drowning (foto: pias)

Dillon – When Breathing Feels Like Drowning

Eine kleine, aber feine Song-Sammlung, die unter die Haut geht: Die aus Brasilien stammende, aber in Deutschland lebende Sängerin und Pianistin Dillon hat mit „When Breathing Feels Like Drowning“ eine schmerzlich-schöne EP vorgelegt.

Der Titel verrät’s: „When Breathing Feels Like Drowning“ ist eher für die Moll-Zeiten im Leben gedacht. Die sechs Songs, die die gute Dillon uns hier auf dem Klavier vorspielt, sind von einer depressiven Schwere durchzogen, die wohl nie schöner klang als hier. So reduziert, so zerbrechlich. Eigentlich die perfekte Herbst-EP.

„Die meisten der Songs spiele ich bereits seit Jahren. Einige bei Konzerten, einige nur für mich, ohne jemals Aufnahmen von den Songs zu haben“, erzählt Dillon. Dazu zählt beispielsweise „Wicked Games“, ein gelungenes The Weeknd-Cover.

Das große Glanzlicht: „RIP Beth“. Die melancholische Nummer war auch der Auslöser dafür, die EP mit S S S S zu produzieren, der Dillon schon beim letzten Album „Kind“ zur Hand ging. „Als ich ‚RIP Beth‘ schrieb, wurde etwas in mir ausgelöst, dass mich dazu brachte S S S S zu facetimen und ihn zu fragen, ob er sich vorstellen könnte eine Klanglandschaft zu schaffen, in denen die Lieder atmen können. Sein Sound lebt irgendwo zwischen den Tiefen des Ozeans und dem Gipfel des Eisbergs, was sich für dieses fragile Werk richtig anfühlte“, erzählt Dillon und ergänzt: „Es war alles ein sehr isolierter, dennoch fließender Prozess. Ich arbeitete allein, hörte hin, lud es hoch, schrieb ihm. Er hörte hin, arbeitete allein, lud es hoch, schrieb mir. Es wurde kaum gesprochen und diese Isolation ist durch alle Lieder spürbar. Das bin ich, wenn es still ist. Das bin ich, wenn ich alleine bin.“

Dominique Dillon de Byington war 19 Jahre alt, als sie ihre ersten Songs veröffentlichte. 2011 erschien ihr Debütalbum „This Silence Kills“. Mit Songs wie „Tip Tapping“ oder „Thirteen Thirtyfive“ – mit über 37 Millionen Youtube-Streams die bisher erfolgreichste Single – gelangen ihr damals ebenso hörenswerte wie eigenwillige Pop-Narrationen. Mittlerweile sind zwei weitere Alben erschienen, zuletzt „Kind“ im Jahr 2017.

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Fazit: Für die schweren Stunden im Leben.

Anspieltipps: RIP Beth, Wicked Games

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