Billie Eilish - When We All Fall Asleep, Where Do We Go (foto: darkroom)

Billie Eilish – When We All Fall Asleep, Where Do We Go?

Erscheinungsdatum
März 29, 2019
Label
Universal Music
Unsere Wertung
8
8
Starkes Debüt.
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Billie Eilish hat sich in kürzester Zeit zur Teenie-Ikone hochgearbeitet. Heute hat die 17-jährige amerikanische Dark-Pop-Hoffnung ihr Debütalbum vorgelegt. „When We All Fall Asleep, Where Do We Go?“ ist via Darkroom/Interscope erschienen.

Keine Frage: Billie Eilish ist ein unwahrscheinlicher Teenie-Star. Denn die junge Musikerin, die mit vollem Namen Billie Eilish Pirate Baird O’Connell heißt, erfüllt so gar kein Klischee, das einem bei dem Begriff „Teenie-Star“ gemeinhin in den Sinn kommt. Abgesehen von ihrem Alter. Eilish kleidet sich nicht wie die meisten Mädchen ihrer Generation. Und auch Mucke wie ihre dürfte bei den wenigsten bisher in der Spotify-Playlist aufgetaucht sein. Schon alleine der düsteren Texte wegen.

Und doch hat Eilish es irgendwie geschafft, binnen kürzester Zeit zur Pop-Sensation zu werden. Alles begann mit dem von ihrem älteren Bruder Finneas O’Connell geschriebenen Song „Ocean Eyes“, denn Billie sang und auf Soundcloud hochlud. Das Ding ging viral, die Plattenfirma Interscope wurde auf die Singer-Songwriterin aus Los Angeles aufmerksam und nahm sie unter Vertrag. Hier erschien 2017 Billies EP „Don’t Smile At Me“, die seit inzwischen 18 Monaten pausenlos in den US-Billboard-200 vertreten ist. Kann man mal so machen. Mehr als fünf Milliarden Mal wurden ihre Songs bisher gestreamt, rund zwölf Millionen Follower verfolgen Billie auf Instagram auf Schritt und Tritt.

Mit dem Bruder an Songs gefeilt

Nun liegt also der heiß erwartete Erstling vor. „When We All Fall Asleep, Where Do We Go?“. Sämtliche Songs, so heißt es im Waschzettel zum Album, wurden in Highland Park, L.A., aufgenommen. Im Elternhaus von Billie Eilish, wo sie seit einigen Jahren gemeinsam mit ihrem Bruder Finneas an den eigenen Songideen feilt. Die beiden schrieben einen Großteil der Songs für ihr Debüt im Jahr 2018, zunächst auf Tour, verbrachten danach viele Tage und Nächte daheim mit dem Feinschliff, um schließlich die eigentlichen Aufnahmen wie gehabt in Finneas’ Schlafzimmer zu machen – gleich gegenüber von Billies vier Wänden.

Herausgekommen ist dabei eine ziemlich eklektische Song-Sammlung. Eilish lässt sich nicht in eine Genre-Schublade zwängen. Gleichberechtigt stehen auf dem Album etwa Trap („Bad Guy“), Hip Hop („You Should See Me In A Crown“, mit Trap-Elementen), Pop („Wish You Were Gay“), Synthie-Pop („My Strange Addiction“), Balladen („I Love You“) und Electronica/Industrial („Bury A Friend“) nebeneinander. Zu letzterem Song hatte Eilish ja schon ein eindrucksvolles Video gedreht, wir erinnern uns.

„Bin selbst dieses Monster“

„Als wir ‘bury a friend’ komponierten, machte es plötzlich Klick in meinem Kopf und ich hatte ein konkretes Bild von meinem Album“, so Billie. „Ich wusste in dem Moment, wovon es handeln sollte, wie der Look zu sein hatte, und überhaupt war mir klar, wie das Album insgesamt wirken sollte. Dieser Song hat also ganz klar das Album geprägt. Konkret nehme ich in dem Stück die Perspektive eines Monsters ein, das sich unter meinem Bett befindet. Wenn man sich in dieses Wesen hineinversetzt, was macht diese Kreatur da eigentlich, was fühlt sie? Na ja, ich gebe schon zu, dass ich letztlich wohl selbst dieses Monster bin – denn ich bin mir selbst der größte Feind. Aber wer weiß, vielleicht bin ich ja auch das Monster unter deinem Bett?“ 

Lana Del Rey, Lorde – Künstlerinnen, die einem in den Sinn kommen, wenn man Eilish manchmal so hört. Sie klingt dabei aber eher so, als wäre sie ihr alptraumhafter, düsterer Zwilling. Und dann denkt man wieder, dass solche Vergleiche dieser jungen Musikerin nicht gerecht werden. Denn im Paket klingt eigentlich derzeit niemand so wie sie. Mit ihren 17 Jahren ist Eilish eine eigenständige Künstlerin. Oder zumindest auf dem besten Weg dahin. Eben nicht your typical teen sensation. Obwohl sie ja doch eine ist.

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