Zum Wiegenfeste nur das Beste: Udo Lindenberg wird 80 – und viele namhafte deutsche Stars feiern mit. Gerade ist mit „WE ❤️ UDO“ ein Tributalbum erschienen, auf dem sich viele illustre Kollegen die Klinke in die Hand geben.
Keine Frage: Udo Lindenberg ist eine Ikone. Einer, der deutschsprachige Rockmusik überhaupt erst salonfähig gemacht hat. Der in seinen Texten eine eigene Sprache entwickelt hat. Eine Brücke zwischen Ost und West gebaut hat. Und ein Stehaufmännchen, das nach tiefsten Tiefen wieder höchste Höhen erklommen hat. Eine Art deutscher Musik-Rocky.
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Zum 80. Geburtstag Lindenbergs ist nun mit „WE ❤️ UDO“ ein spektakuläres Albumprojekt erschienen. Auf 19 Tracks interpretieren 24 Künstler:innen aller Genres Lindenbergs Klassiker neu – von Inga Humpe über Tokio Hotel bis hin zu Peter Maffay. Die Idee ist nicht neu, schon 1994 gab es mit „Hut ab! Hommage an Udo Lindenberg“ schon mal ein ähnlich gelagertes Projekt. Damals waren unter anderem BAP, Die Prinzen, Element of Crime, Heinz Rudolf Kunze, Matthias Reim, Inga + Anette Humpe, Ulla Meinecke und Extrabreit mit von der Partie.
Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Klar, ein Album, das im Jahre 2026 erscheint, wartet mit einer anderen, im Großen und Ganzen jüngeren Künstlerschar auf. Die einzige Künstlerin, die auf beiden Alben vertreten ist, ist Inga Humpe. 1994 sang sie „Ein Herz kann man nicht reparieren“, 2026 schmettert sie „Happy Birthday, President Lindenberg“. Peter Maffay, als alter Haudegen, ist 2026 zum ersten Mal dabei.
Auch stilistisch unterscheiden sich die beiden Platten. 1994 ging das Ganze eher in Richtung Deutsch-Rock der 1980er und 1990er Jahre, 2026 wird bei den Neuinterpretationen auf Trap sowie Pop- und Indie-Elemente gesetzt. Spannend.
Die Glanzlichter
Ein besonderes Highlight bei der neuen Hommage ist die orchestrale Version des Rekordhits „Komet“: Oscar-Preisträger Hans Zimmer arbeitete hierfür erstmals an einem deutschsprachigen Song und überführte die Kollaboration von Udo Lindenberg und Apache 207 in seine monumentale Klangwelt.
Thomas D besticht mit einer wunderbaren Annäherung an den „Sonderzug nach Pankow“. Und auch Tokio Hotels Interpretation von „Na und ?!“ (1978) gefällt. Mit dem Cover veröffentlicht die Band ihren ersten deutschsprachigen Song seit Jahren. Für Bill und Tom Kaulitz schließt sich damit ein Kreis zu ihrer Kindheit. Der Titel wurde bewusst als „verstecktes Juwel“ aus Udos Katalog gewählt und besticht durch eine intime, respektvolle Produktion, die den progressiven Geist des Originals in die Gegenwart übersetzt.
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