Horror unter grellem Neonlicht: Der sechste Teil des „V/H/S“-Horror-Franchise, „V/H/S/85“ entführt den Zuschauer in die 1980er Jahre. Der Episodenfilm liegt nun fürs Heimkino vor.
2012 war das Geburtsjahr des „V/H/S“-Horror-Franchise, das nun schon beim achten Film angelangt ist. Die Qualität: durchaus schwankend. Die ersten Filme waren kommerziell am erfolgreichsten, wurden von Kritikern aber zerrissen. Die letzten Filme stiegen in der Gunst von letzteren, gleichzeitig verlor das Publikum das Found-Footage-Franchise aber mehr und mehr aus den Augen.
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„V/H/S/85“ war der sechste Teil der Reihe und lief bereits 2023 in den Kinos. Das Konzept glich hier den Vorgängern. Wieder werden mehrere Episoden, bei denen unterschiedliche Regisseure das Sagen hatten, zu einem gemeinsamen Film im Found-Footage-Stil vermengt. Diesmal nehmen die Regisseure Scott Derrickson („The Black Phone“), David Bruckner („Hellraiser“), Gigi Saul Guerrero („The Purge“-Serie), Natasha Kermani („Lucky“) und Mike P. Nelson („Silent Night, Deadly Night“) den Zuschauer an die Hand und mit auf einen kompromisslosen Trip durch die dunkle Seele der 80er-Jahre.
Besser als viele Vorgänger
In den fünf albtraumhaften Stories geht es um Folgendes: In einer Episode glaubt ein Forschungsteam, ein formwandelndes Alien kontrollieren zu können. In einer weiteren folgt der Zuschauer eine Gruppe Jugendlicher zu einem Wasserski-Ausflug, bei der der Spaß zu purem Terror wird. Eine weitere Folge dreht sich um ein Fernsehteam in Mexiko-Stadt, das während eines verheerenden Erdbebens in den Untergrund gerät und etwas Böses weckt. In einer anderen Episode wird eine verstörenden Performance-Show gezeigt, in der Virtual Reality zur tödlichen Falle wird. Und eine Episode dreht sich um einen Detective, der einem Serienkiller auf den Fersen ist, dessen Morde bereits auf Video existieren, noch bevor sie begangen wurden.
Tatsächlich gehört „V/H/S/85“ zu den stärkeren Beiträgen des „V/H/S“-Franchise. Alle Episoden sind mindestens solide und bieten ausreichend Schrecken und Nervenkitzel. Zumindest für einen gemütlich-schaurigen Heimkino-Abend. Auch der Rahmen, der um die Episoden gesetzt wird, ist stimmig. Der Gore-Anteil ist etwas höher, das muss man natürlich mögen. Die 80s-Atmosphäre: überaus authentisch.
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