Tully

Tully (foto: DCM Film)

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7 DCM Film
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Eine dreifache Mutter am Rande des totalen Meltdowns: Charlize Theron gibt in “Tully” die heillos überforderte Mami. Die dramatische Komödie liegt nun fürs Heimkino vor. 

Marlo (Charlize Theron) hat gerade erst ihr ungeplantes drittes Kind bekommen. Weder sie noch ihr Mann (Ron Livingston) scheint das aber sonderlich glücklich zu machen. Kind eins und Kind zwei haben den beiden – vor allem Marlo – bereits die Energie ausgesaugt. Da macht Marlos wohlhabender Bruder Craig (Mark Duplass) ihr ein besonderes Geschenk: Eine „Night nanny“, die sich nachts um die Kinder kümmern soll. Marlo ist zunächst skeptisch gegenüber dem Gedanken, Hilfe von einer fremden Person anzunehmen. Doch als sie die junge, schlaue und witzige Nanny namens Tully (Mackenzie Davis) kennenlernt, entwickelt sich eine einzigartige Beziehung zwischen den beiden Frauen …

Ungeschminkt zeigen, wie Mutterschaft im Jahr 2018 aussieht – das die “Juno”-Macher Jason Reitman und Diablo Cody mit “Tully” verfolgten. Mit Charlize Theron haben die beiden auch schon bei “Young Adult” zusammengearbeitet, die Chemie passt hier also – und das überträgt sich auch auf die Leinwand beziehungsweise die Mattscheibe. Theron – wieder mal mit dem Mut zur Blässe – ist gewohnt auf Draht. Das Skript ist aber auch wirklich gut geschrieben. Sicher, hier und da wird vielleicht mit dem einen oder anderen Klischee zu viel gespielt, aber das Thema post-natale Psychose wurde wahrscheinlich noch nie so unterhaltsam filmisch umgesetzt.

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Fazit: Unterhaltsam.

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