The Kinks - Arthur (foto: bmg)

The Kinks – Arthur Or The Decline And Fall Of The British Empire (5oth Anniversary Edition)

Erscheinungsdatum
Oktober 25, 2019
Label
BMG
Unsere Wertung
7.5
Anspieltipps
Victoria
Drivin'
Australia
7.5
Ein Klassiker.
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Nein, ein großer kommerzieller Erfolg war „“Arthur Or The Decline And Fall Of The British Empire“ seinerzeit für The Kinks nicht. Aber ein kreatives Ausrufezeichen. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Platte ist heute eine Sonder-Edition erschienen, die auch viele unveröffentlichte Stücke umfasst.

In der Musik ist es manchmal so wie im echten Leben. Manche Dinge weiß man erst im Nachhinein zu schätzen. Das siebte Studioalbum der Kinks ist dafür so ein Beispiel. Zweifellos ist die Platte einer der größten Geniestreiche von Ray Davies. Ein Beleg dafür, wie gut der Mann mit seiner Musik Geschichten erzählen konnte. „Arthur“ ist ein Konzeptalbum, das von der Auswanderung aus dem perspektivlosen Nachkriegs-Großbritannien erzählt. Heute, mit dem Brexit am Horizont, klingen die Themen von „Arthur“ alarmierend vertraut. Inspiriert war das Ganze damals von der Auswanderung von Davies‘ älterer Schwester Rose und derem Ehemann nach Australien. Konzipiert war es als Soundtrack zu einem Fernsehfilm, der dann aber doch nicht in die Tat umgesetzt wurde.

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Vielleicht war das Thema eine Spur zu sperrig für den Massenmarkt. Vielleicht war das Timing auch einfach unpassend. Damals hatten die Kinks gerade eine Durststrecke hinter sich. Im Vorgängerjahr hatten sie noch das erfolglose „The Kinks Are the Village Green Preservation Society“ veröffentlicht. So richtig schien das Vertrauen in die Band nicht wieder da zu sein.

Musikalisch ist „Arthur“ auf jeden Fall ein typisches Rock-Album der Zeit, dennoch aber recht zeitlos. Die Songs – gerade die Glanzlichter „Victoria“, „Australia“ und „Shangri-La“ – scheinen durch das jetzige Remastering sogar nochmal zu gewinnen.

Das verlorene Album

Für Fans ein Highlight: die Jubiläumsausgabe mit vier CDs. Auf diesen ist unter anderem auch das „velorene“ Dave-Davies-Soloalbum zu finden. Aber der Reihe nach: Inmitten der „Arthur“-Sessions wurde ein Teil der Studiozeit mit der Fertigstellung der Tracks für Daves‘ Soloalbum verwendet. Die Idee war seit dem ersten Erfolg von Dave’s 1967er Single „Death Of A Clown“ in gestaffelten Abständen voranzukommen. Das Album konnte aber letztlich nie zum Abschluss gebracht werden.

„Einer der Gründe war, warum das Album noch nicht fertig war, dass ich das Gefühl hatte, dass das Management und die Plattenfirma von The Kinks mich zu sehr unter Druck setzten“, erzählt Dave. Er habe sich zwar sehr wohl gefühlt bei den Kinks und es sei erfüllend gewesen, Teil einer Band gewesen zu sein. Aber: „Ich wollte nicht wirklich mehr. Ich konnte den Sinn nicht erkennen.“ Ray sagt: „Als ich Daves Songs nach all der Zeit wieder hörte, fand ich sie sehr bewegend, denn sie waren die Hintergrundgeschichte dessen, was The Kinks damals durchmachten.“

Das Label Reprise ließ von einer Veröffentlichung ab und im Laufe der Jahre waren die Kinks-Fans weiterhin davon besessen, was Dave’s Album enthalten haben könnte. Hinter vorgehaltener Hand wurde es als „A Hole In The Sock Of“ bezeichnet. Ein Arbeitstitel, den Ray scherzhaft einem Musikjournalisten zugeworfen hatte.

Viele Extras

In dieser Jubiläumsausgabe sind also vier CDs mit insgesamt 81 Songs enthalten, davon fünf unveröffentlichte Tracks und 28 bisher unveröffentlichte Versionen. Dazu gehören 2019 neu remasterte Versionen des Originalalbums von HD-Quellen, Mono- und Stereo-Single-Versionen, B-Seiten, alternative Mono- und Stereo-Mixe, Proben-Tracks, BBC-Mixe und das angesprochene Dave Davies-Soloalbum mit Bonustracks.

Es beinhaltet auch Ray Davies‘ Medley unveröffentlichter Demo-Tracks, zwei neue Aufnahmen von Ray Davies mit dem Doo Wop Choir, „Arthur & The Emigrants“ inklusive eines bisher unveröffentlichten Tracks, drei bisher unveröffentlichte „The Come Dancing Workshop Ensemble“-Tracks und neue Ray-Davies-Remixe von „Australia“ und „Shangri-La“.

Ein 68-seitiges Softback-Buch ist ebenfalls beigefügt. Das Werk beinhaltet umfangreiche Essays von Kinks-Experten, dem ursprünglich abgesagten Arthur-Play-Co-Scriptwriter Julian Mitchell und dem Original-Albumhüllen-Designer Bob Lawrie. Außerdem gibt es neue Interviews mit Ray Davies, Dave Davies und Mick Avory. Dazu natürlich jede Menge Bandfotos, Cover-Artworks und Memorabilia.

Vier 7″-Singles aus dem Album sind ebenfalls zu finden –„Drivin“, „Victoria“, „Shangri-La“ & „Hold My Hand“ (Dave Davies solo). Alle wurden mit internationalen Original-Artworks reproduziert. Schließlich wird ein maßgeschneidertes Metall & Emaille-Kinks-Logo-Pin-Badge mitgeliefert.

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