The Black Keys - Delta Kream (foto: warner music)

The Black Keys – Delta Kream

Erscheinungsdatum
Mai 14, 2021
Label
Nonesuch/Warner Music
Unsere Wertung
7.5
Anspieltipps
Crawling Kingsnake
Poor Boy A Long Way From Home
Going Down South
Louise
Do The Romp
7.5
Gelungene Hommage.
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Seinen Namen bezieht das neue Album der Black Keys von William Egglestons ikonischem Mississippi-Foto, das auch auf dem Cover zu sehen ist. Das Motiv könnte passender nicht sein, ist „Delta Kream“ doch eine einzige Hommage der Band an den Sound des Hill Country Blues.

Zurück zu den Wurzeln. Eine abgedroschene Phrase, die sich in jedem zweiten Text findet, wenn sich eine Band mal ausnahmsweise nicht „weiterentwickelt“ beziehungsweise „neu erfunden“ hat, sondern verzweifelt versucht, mit alten, bewährten Rezepturen an frühere Erfolge anzuknüpfen. Im Falle von The Black Keys wollen wir aber mal nicht so sein. Ja, sicher, auch The Black Keys huldigen auf „Delta Kream“ ihren Wurzeln. Den Blues-Wurzeln, um genau zu sein. Aber mit der Band verbindet man den hier kredenzten Mississippi-Sound sonst eher nicht, und so wirkt das ganze Projekt einigermaßen überraschend.

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Sänger und Gitarrist Dan Auerbach, der ja als Produzent für andere Künstler hinter gefühlt jedem Über-Album in den letzten Jahren steht,  sagt über die neue Platte: „Wir haben dieses Album aufgenommen, um die Mississippi Hill Country Blues-Tradition zu ehren, die uns in unseren Anfängen beeinflusst hat. Diese Songs sind für uns heute noch genauso wichtig wie damals, als Pat (Drummer Patrick Carney) und ich unsere Instrumente zur Hand nahmen und begannen, zusammen zu spielen. Es war für Pat und mich eine sehr inspirierende Session mit Kenny Brown und Eric Deaton. Wir saßen uns kreisförmig gegenüber, als wir diese Songs spielten. Es fühlte sich vollkommen ungezwungen an.“  Gerade mal zehn Stunden sollen die Aufnahmen gedauert haben.

Hommage an die alten Klassiker

Die Songs: Klar, alles Cover. Besonders stark: die wunderbare, sechsminütige Black-Keys-Version von „Crawling Kingsnake“, ein wohl in den 1920er Jahren entstandener Song. Er ist in der Version von John Lee Hooker am bekanntesten geworden. Auerbach: „Ich habe [John Lee] Hookers Version zum ersten Mal in der Highschool gehört. Ich glaube, mein Onkel Tim schenkte mir die Platte damals. Unsere Version ist jedoch definitiv Junior Kimbroughs Version davon. Es ist fast ein Disco-Riff!“ Carney ergänzt: „Wir sind mehr zufällig auf dieses Schlagzeug-Intro gestoßen. Unsere oberste Priorität war es, das Zusammenspiel zwischen den Gitarren hervorzuheben. Meine Rolle mit Eric bestand darin, einen tieferen Groove zu erschaffen.“ Mission erfüllt. Auch „Going Down South“, original von R.L. Burnside (mit dem sowohl Brown als auch Deaton zusammengearbeitet haben) bleibt hängen, ebenso wie „Poor Boy A Long Way From Home“, ebenfalls von Burnside.

Der Rest? Kann sich ebenfalls hören lassen. Sicher, ja, natürlich laufen derlei Cover-Alben immer Gefahr, zum Klischee zu verkommen. The Black Keys umschiffen diese Gefahr aber gekonnt, die Songs klingen roh, nie anbiedernd, und oft genug eben doch genug nach den Black Keys. Auerbach und Carney schaffen es, den alten Klassikern ihren eigenen Stempel zu verpassen – und ihnen dabei mehr als gerecht zu werden.

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