Skunk Anansie – 25Live@25

Skunk Anansie - 25Live@25 (foto: republic of music)

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Skunk Anansie haben Grund zum Feiern: Stolze 25 Jahre existiert die britische Alternative Rock-Band um Frontfrau Skin bereits. Ihr Jubiläum begeht die Kapelle mit einem neuen Live-Album: “25Live@25” ist via Republic Of Music erschienen.

Keine Frage: Skunk Anansie gehören zu den unterschätztesten Bands der 90er Jahre. Die 1994 gegründete, multiethnische Gruppe aus dem damals von Drogen und Prostitution verseuchten Londoner Stadtteil King’s Cross ließ sich nicht einfach von der Britpop-Welle mitreißen, wie ihn vor allem die weißen Kids seinerzeit gerne hörten. Nein, sie sang lautstark gegen Rassismus und Unterdrückung von Frauen an – und war im Rock damit allein auf weiter Flur. „Das London der 1990er Jahre war eine bunte Mischung verschiedenster Menschen“, so Gitarrist Ace. „Die Bands hingegen bestanden immer aus den gleichen vier Typen mit identischem Haarschnitt. Wir hingegen waren eine Band aus Leuten, die real waren. Deswegen waren wir radikal.“

„Als schwarze Sängerin war es auf vielen Ebenen schwer, anerkannt zu werden“, sagt Sängerin Skin. „Wenn ich jedoch auf der Bühne stand, tat ich exakt das, was ich mir in meinen Träumen vorgestellt hatte. Zum ersten Mal fühlte ich mich in meinem Leben voll und ganz akzeptiert.“

Skunk Anansie setzten auf Individualität – sowohl in Sachen Sound als auch Ästhetik. Und sie brachten mit ihrem 1997er Song “Hedonsim” die Neunziger Jahre auf den Punkt.

Einen Hit, der so big wie “Hedonism” wurde, sollte die Band um Frontfrau Skin zwar nicht mehr landen. Ein paar gute Songs kamen in 25 Jahren aber dann doch zusammen. Davon kann man sich auf dem nun vorliegenden Live-Album überzeugen. Die Platte enthält alte und neue Live-Aufnahmen, vornehmlich während der letzten Europa-Tour der Band entstanden, die der langjährige Wegbegleiter der Band, Jeremy Wheatly, zu einem Konzert zusammengefügt hat. Kann man so machen, auch wenn es ebenso reizvoll gewesen wäre, eine legendäre Show in Gänze zu hören und sich so das Konzerterlebnis ins Wohnzimmer zu holen.

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Fazit: Gelungene Live-Werkschau.

Anspieltipps: Hedonism, Charlie Big Potato, Weak

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