Pelikanblut (foto: dcm)

Pelikanblut

Erscheinungsdatum
April 9, 2021
Verleih
DCM
Unsere Wertung
7
7
Schaurig schön.
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Beklemmender Horror-Genre-Mix mit einem echten Teufelsbraten als Protagonistin: „Pelikanblut“ mit der wunderbaren Nina Hoss liegt nun fürs Heimkino vor.

Als Wiebke (Nina Hoss) nach langem Warten die Chance bekommt, ein weiteres Mädchen, Raya (Katerina Lipovska), aus Bulgarien, zu adoptieren, geht für sie und ihre Tochter Nikolina (Adelia-Constance Giovanni Ocleppo) ein langersehnter Wunsch in Erfüllung. Nach der anfänglichen Freude über die neue Schwester, merken Wiebke und Nikolina aber bald, dass die kleine Raya etwas verbirgt. Durch unkontrollierte Wutanfälle und Aggressionen stellt sie eine zunehmende Gefahr für ihre Umwelt dar. Um ihre Familie zu retten, muss Wiebke schließlich über Grenzen gehen und eine extreme Entscheidung treffen.

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Keine Frage: Kinder funktionieren in Horrorfilmen als das personifizierte Böse besonders gut. Das weiß man spätestens seit „Der Exorzist“. Ein Teufelsbraten, der zu einer mörderischen Gefahr für seine Familie und Umgebung wird, das hat immer etwas besonders Beklemmendes. Der Schock-Effekt scheint einfach besonders groß zu sein, wenn sich das vermeintlich Unschuldige, das Niedliche ins komplette, blutige Gegenteil verkehrt. Auch Filmemacherin Katrin Gebbe („Tore tanzt“) spielt in ihrem Arthouse-Horror-Drama „Pelikanblut“ mit diesem Motiv. Der Titel bezieht sich dabei auf die frühchristliche Naturlehre, die besagt, dass sich Pelikan-Mütter mit den Schnabel die eigene Brust öffnen, um mit ihrem Blut ihre toten Jungen wieder zum Leben zu erwecken. Elternschaft als ultimative Selbstaufopferung – und genau darum geht es Gebbe in diesem Film. Die über allem stehende Frage: Darf Mutterliebe Grenzen haben?

Gelungener Genre-Mix

Es ist das Dilemma, mit dem sich Wiebke in dieser Geschichte konfrontiert sieht. Und die ist wirklich gut erzählt. Ein bisschen Horror, ein bisschen Thriller, dazu viel Drama – Gebbe gelingt ein Genre-Mix, der all seinen Bestandteilen gerecht wird. Auch ohne allzu explizit zu sein, wirkt das Ganze eindringlich und gruselig. Mit dem Haupt-Darsteller-Trio hat Gebbe dann auch noch einen wirklich guten Griff getan. Bei der wunderbaren Nina Hoss mag das nicht sonderlich überraschen. Wie stark aber die beiden Mädchen hier aufspielen, sei noch einmal besonders lobend hervorgehoben.

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