Paul McCartney - Man On The Run Soundtrack (foto: Universal Music)

Paul McCartney – Man on the Run

Erscheinungsdatum
Februar 27, 2026
Label
Capitol Records / Universal Music
Unsere Wertung
7

Begleitend zum Release von „Paul McCartney: Man On The Run“, der neuen, überaus intimen Doku des preisgekrönten Regisseurs Morgan Neville, erscheint nun auch das Album „Man On The Run – Music From The Motion Picture Soundtrack“. Der Film ist seit dem 27. Februar in mehr als 240 Ländern und Gebieten auf Prime Video verfügbar.

Wie kann es für einen Künstler weitergehen, wenn er Teil einer Band war, die das Musikgeschäft und die Popkultur komplett auf links gedreht hat? Was kann da noch kommen? Wird es da nicht einfach nur noch bergab gehen? Fragen, die sich Paul McCartney nach dem Aus der Beatles gestellt hat. Der Dokumentarfilm „Paul McCartney: Man On The Run“ fängt nun sein transformatives, von einer Unsicherheit geprägtes Jahrzehnt nach der Trennung der Fab Four ein. Und zeichnet gleichzeitig den Aufstieg seiner neuen Kapelle Wings nach.

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Anhand von Archivmaterial, Linda McCartneys Fotografien, Interviews mit Paul, Linda, Mary und Stella McCartney, einer Reihe von Wings-Bandmitgliedern, Sean Ono Lennon, Mick Jagger, Chrissie Hynde und anderen beleuchtet der Film diese Zeit aus einer sehr nahen Perspektive. Da McCartney selbst hier als Produzent seine Finger mit ihm Spiel hatte, wird nichts enthüllt, was Macca nicht enthüllt haben will, klar. (Selbst-)Kritische Töne werden hier und da aber trotzdem angeschlagen.

Pauls Reise zu sich selbst

„Wenn man über die größten Acts der 1970er Jahre spricht, wird Paul McCartney selten in die Liste aufgenommen. Nicht, weil er nicht groß war – er war zweifellos einer der größten Acts des Jahrzehnts –, sondern wegen dem, was er bereits erreicht hatte. Paul war Mitglied der größten Band der Welt gewesen, die sich ihre eigene Anziehungskraft geschaffen hatte“, sagt Regisseur Morgan Neville.

In „Man On The Run“ wollte Neville sich mit Pauls „unmöglicher Flucht aus dem langen Schatten der Beatles“ beschäftigen, wi e er sagt: „Es war eine Reise voller unwahrscheinlicher Entscheidungen – eine Tour mit dem Van! Bruce McMouse! Nigeria! Thrillington! Eine schottische Hymne! – aber insgesamt betrachtet, schien die Verrücktheit dieser Entscheidungen tatsächlich vernünftig zu sein. Wie sonst könnte man mit dem Gewicht solcher Erwartungen umgehen, als indem man das Unerwartete tut?“

Paul, so Neville, habe im Laufe des Jahrzehnts aufgehört, vor etwas wegzulaufen, und habe angefangen, auf etwas anderes zuzulaufen: „Seine eigene Stimme, seine eigene Familie, sein eigenes Leben.“ Auch wenn der Weg dahin steinig war: In den 1970er Jahren hat McCartney zu sich selbst gefunden.

Soundtrack zur Doku

Parallel zur Veröffentlichung der Doku gibt es auch den dazugehörigen Soundtrack aufs Ohr. Die Compilation enthält zeitlose Klassiker, Hits und unverzichtbare Titel aus dem Repertoire von Paul McCartney & Wings. Die zwölf Songs offerieren einen Einblick in Pauls Kreativität in den 1970er Jahren.

Zu den Glanzlichtern gehören dabei „Arrow Through Me (Rough Mix)“, ein bisher unveröffentlichter Rough Mix aus den Aufnahmen zum Album „Back To The Egg“ von 1979, sowie „Live And Let Die (Rockshow)“ aus dem Konzertfilm „Rockshow“ von 1980. Außerdem gibt es mit „Gotta Sing Gotta Dance“, das ursprünglich 1973 im James TV Special über Paul McCartney zu hören war, einen dritten bisher offiziell nicht erhältlichen Titel. Richtige Hardcore-Fans werden sich den Kauf dennoch zweimal überlegen. Denn leider hat man audiotechnisch aus so manchem, schon aus Bootlegs bekanntem Track offenbar nicht viel mehr rausholen können.

„Man On The Run – Music From The Motion Picture Soundtrack“ ist in verschiedenen Formaten erhältlich, darunter als eine limitierte Auflage in gelbem Vinyl von Jack Whites Third Man Pressing Plant, eine limitierte Auflage auf mandarinenfarbenem Vinyl exklusiv bei Amazon, eine schwarze Vinyl-LP sowie eine 1-CD-Edition und eine digitale Version. Jede Vinyl-Edition wird außerdem ein „Man On The Run“-Poster enthalten.

Die kreative Leitung für das Artwork hatten Paul McCartney höchstpersönlich und Aubrey „Po“ Powell von Hipgnosis – dem legendären Designstudio, das mit Paul an acht Wings-Alben arbeitete, darunter „Band On The Run“, „Venus And Mars“, „Wings Over America“, „Wings Greatest“ und die Anthologie „WINGS“ aus dem Jahr 2025. Das Artwork wurde von Peter Curzon von Storm Studios entworfen.

Wings-Renaissance angelaufen

Der neue Film und das Begleitalbum sind der wichtigste Teil der Wings-Renaissance – eine Reihe spannender Neuerscheinungen, die Fans auf der ganzen Welt begeistern. 2025 erschien „Wings: The Story Of A Band On The Run“ bei Liveright / W.W. Norton / Penguin. Eine bahnbrechende mündliche Überlieferung von Pauls musikalischer Neuerfindung in den 1970er Jahren, die von der Sunday Times als „die Geschichte eines Mannes, der jeden Berg bestiegen hat und sich dann daran machte, alles noch einmal zu tun“, beschrieben wurde.

Gleichzeitig wurde die selbstbetitelte Sammlung von Wings in verschiedenen Formaten veröffentlicht, von einem 32-Track-3LP-Box-Set bis hin zu neuen Dolby-Atmos-Mixes – eine definitive, von Paul persönlich kuratierte Anthologie der Hits, die die Geschichte der Band nachzeichnet. Anfang 2025 wurde „Venus and Mars“, 50 Jahre nach seiner ursprünglichen Veröffentlichung, gefeiert. Es ist seither als Special Edition Half-Speed-Master-LP erhältlich und wurde erstmals in Dolby Atmos abgemischt. All dies zusätzlich zu einer weiteren Etappe von Pauls „Got Back“-Tournee, die 2025 Konzerte in 18 Städten in den Vereinigten Staaten und Kanada umfasste.

Anspieltipps
Gotta Sing Gotta Dance
Band on the Run
Let Me Roll It
Mull Of Kintyre
7
Gelungene Compilation.
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