Paul McCartney – Egypt Station

Paul McCartney - Egypt Station (foto: universal music)

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7 Capitol / Universal Music
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Einer der legendärsten Songwriter aller Zeiten will es nochmal wissen: Ex-Beatle Paul McCartney hat heute mit “Egypt Station” ein neues Album vorgestellt. Es ist das erste seit fünf Jahren – und sein insgesamt 17. Solo-Werk.

Die Inspiration, neues Material aufzunehmen, sei ihm durch das 50. Jubiläum des Beatles-Albums “Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band” und die damit einhergehende Wiederveröffentlichung des berühmten Longplayers gekommen. “Ich ging ins Studio (…) und wir alberten viel herum – und es inspiriert dich, dass du eigentlich alles machen kannst”, gab McCartney unlängst zu Protokoll.

Die gespürte Grenzenlosigkeit merkt man der Platte deutlich an. Auch wenn sie offenbar dazu geführt hat, dass es einige Albernheiten auf “Egypt Station” geschafft haben. Mit über 70 Jahren wie auf “Come On To Me” ungestraft den Schürzenjäger zu geben – das darf so wahrscheinlich nur Paul McCartney. Auch das von Ryan Tedder (OneDirection, Leona Lewis) produzierte “Fuh You” sorgt für Stirnrunzeln. Hier wirkt es, als würde McCartney – eingedenk der Tatsache, dass er seit Jahrzehnten keinen Top 10-Hit mehr hatte – auf Biegen und Brechen nochmal einen Radiohit landen wollen. Eine schamlose Anbiederung an den Massengeschmack, die ihm eigentlich unwürdig ist.

In jenen Momenten, in denen McCartney solche Kapriolen unterlässt und sich auf seine Stärken besinnt, ist das Album aber annehmbar. Die simple akustische Ballade “Happy With You” etwa, die McCartney seiner Frau Nancy Shevell widmet, nimmt man ab. Auch das autobiografische “Confidante” oder das softe “Hand in Hand” sind gekauft. Zu den großen Momenten gehört auch das siebenminütige “Despite Repeated Warnings” – eine geradezu epische Nummer, die an Stücke wie “Live and Let Die” erinnert. Spaß machen auch das groovige “Back to Brazil” oder das rockige Medley “Hunt You Down/Naked/C-Link”.

Keine Frage: McCartneys Stimme hat über die Jahre etwas gelitten. Sein Gespür für fluffige Melodien ist aber nach wie vor vorhanden. Sicher, auch wegen der genannten Ausreißer ist Egypt Station” kein Meisterwerk wie “Band On The Run”. Aber es ist ein durchaus würdiger Beitrag in der Diskographie eines der ganz großen Musiker unserer Zeit.

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Fazit: Insgesamt würdiges Alterswerk – allerdings mit einigen kleinen Ausrutschern.

Anspieltipps: Happy With You, Despite Repeated Warnings, Hunt You Down/Naked/C-Link

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