Paolo Nutini (foto: Shamil Tanna)

Paolo Nutini

Die BBC nannte ihn 2014 „Schottlands größten zeitgenössischen Musiker“: Paolo Nutini. Drei Alben hat der Sohn einer schottischen Mutter und eines italienischen Vaters bisher eingespielt. Drei Alben, die die steile These des britischen Senders durchaus stützen.

Hätte Papa Nutini seinen Willen bekommen, dann würde Paolo Nutini, Jahrgang 1987, heute in seinem Heimatort, dem schottischen Paisley, hungrige Mäuler mit Fish ’n‘ Chips stopfen und damit das Familienbusiness weiterführen. Doch Klein-Paolo hatte schon früh anderes im Sinn: eine musikalische Karriere. Inspiriert durch den Großvater, der seinem Enkel traditionelle schottische Folk-Songs näherbrachte. Auch die eine oder andere Opern-Arie soll er Klein-Paolo vorgeträllert haben, der, wenn gerade nicht der Opa sang, unter anderem R&B, Soul oder Elton John hörte.

Mit 15 machte Paolo dann Ernst. Er schmiss die Schule und lernte als Roadie, T-Shirt-Verkäufer und als Studiohelfer das Musikgeschäft von der Pike auf kennen. Mit 17 Jahren zog Paolo ohne seine Familie nach London, wo er regelmäßig in Clubs Pubs auftrat. Die Kunde vom großen Talent des jungen Schotten mit der außergewöhnlichen Stimme machte schnell die Runde. Die ersten Labels wurden auf Nutini aufmerksam, mit 18 unterschrieb er bei Atlantic Records. Sein erster großer Plattenvertrag!

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Es dauerte nicht lang und Nutini verkrümelte sich mit dem Produzenten Ken Nelson ins Studio, um an seiner ersten Platte zu basteln. Sein Debütalbum „These Streets“ erschien 2006. Nutini beschrieb es als eine Art musikalisches Tagebuch. Es war offenbar eines, in dem die Leute gerne blätterten: Für den Nutini-Erstling sprang im UK aus dem Stand Platz drei der Charts heraus. Er spielte auf den großen Festivals, wurde auch in TV-Shows eingeladen und durfte die Rolling Stones und Paul Weller auf ihren Touren supporten. Paolo war gerade mal 19 Jahre alt. Die Musikwelt lag ihm zu Füßen.

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2009 ließ der Gute dann mit „Sunny Side Up“ sein zweites Album folgen. Glich „These Streets“ noch einer emotionalen Achterbahnfahrt, war der Ton auf dieser Platte insgesamt optimistischer. Auch dieses Album verkaufte sich – vor allem im Vereinigten Königreich – wie geschnitten Brot. Ausgedehnte Touren folgten.

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Zwar begab sich Nutini schon 2011 wieder ins Studio, um an Album Nummer drei zu arbeiten. Dieses sollte aber doch noch länger auf sich warten lassen. Nutini, ausgezehrt vom anstrengenden Tourleben, zog sich erstmal für längere Zeit aus dem Geschäft zurück. Um seine Inspiration wiederzufinden, wie es hieß. Mit Erfolg: 2014 erschien endlich Album Nummer drei. „Caustic Love“. Auch diese Platte wurde wieder ein Erfolg.

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So richtig geheuer ist Paolo Nutini der Trubel um seine Person bis heute nicht. Wie er mit dem Ruhm klarkommt? Mit der Hilfe von Cannabis. 2014 gestand Nutini in einem Interview, dass er seit zehn Jahren keinen einzigen Tag ohne die Droge gelebt habe. In seinen Augen sei sie auch nicht schlimmer als Alkohol.

DISCOGRAPHY

2006: These Streets

2009: Sunny Side Up

2014: Caustic Love

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