Mini Mansions - Guy Walks Into A Bar (foto: fiction / caroline international)

Mini Mansions – „Guy Walks Into A Bar“

Erscheinungsdatum
Juli 26, 2019
Label
Caroline International / Universal Music
Unsere Wertung
7
7
Gelungenes Comeback
Anspieltipps
Hey Lover (feat. Alison Mossheart)
I'm In Love
Tears In Her Eyes
GummyBear

„Guy Walks Into A Bar…“ – ausnahmsweise nicht der Beginn eines schlechten Witzes, sondern der Titel des neuen Albums der Mini Mansions. Das ist soeben via Caroline International erschienen.

Die Mini Mansions lassen sich zwischen ihren Albern gerne mal ein bisschen Zeit. 2010 erschien das selbstbetitelte Debüt der kalifornischen Psychedelic-Pop-Band, 2015 dann der Nachfolger „The Great Pretenders“ und jetzt, vier Jahre später, Album Nummer drei. Das liegt natürlich auch daran, dass Mini-Mansions-Chef Michael Shuman mit seiner Hauptband Queens of the Stone Age natürlich auch meist schwer beschäftigt ist. Und auch den anderen beiden Gründungsmitglieder der Band – Zach Dawes und Tyler Parkford – wird normalerweise nicht langweilig: Bassist Dawes spielt auch bei The Last Shadow Puppets, Sänger und Keyboarder Parkford bei den Arctic Monkeys.

Nun also Album Nummer drei, das mit zehn neuen psychedelischen Synthie-Pop-Stücken aufwartet. Darunter ein paar ganz spannende Nummern: die erste Single „Gummy Bear“ etwa, die sich durch eine gewisse Doppelbödigkeit auszeichnet. Was Leadsänger Michael Shuman über die Nummer sagt, geht auch als passende Zusammenfassung für den Sound der neuen Platte durch: „Although GummyBear is rather fun and comical, the sentiment and story behind it are quite the opposite. At that time I really wanted to make an all disco record, but I guess this is as close as Mini Mansions gets to being part of the Gibbs family.“

Ein Glanzlicht ist auch „Hey Lover“, das Shuman im Duett mit The-Kills-Frontfrau Alison Mosshart zum Besten gibt. Beginnt recht zurückhaltend, steigert sich dann aber extrem. Während sich Mosshart hier eher von ihrer verführerischen Seite zeigen darf („Hey fucker, there could be no any other, than my lover“), weckt Shumans Gesang hier vor allem Erinnerungen an Frank Zappa.

Shuman und die Liebe

Ein Song, der sinnbildlich für das große Thema des Albums steht: die Liebe. Mit all ihren Höhen und Tiefen, von den romantischen Anfängen und der großen Euphorie bis hin zum Niedergang. Das Album ist sozusagen der Evolution einer Beziehung nachgebaut. Die Songs stammen dabei aus der Feder von Band-Chef Shuman. Geprägt wurde wurden sie von einer stürmischen und inzwischen zerbrochenen Beziehung.

Die meisten Songs schrieb Shuman in Echtzeit, so heißt es. Unterwegs im Tourbus. Im Mai und Juni war die Band nämlich unterwegs durch Großbritannien und Nordamerika. Dabei wurde sie von Shumans Queens Of The Stone Age-Kollegen und Freund Jon Theodore begleitet, der die Dynamik der Sounds der Band auch dann schon entscheidend beeinflusste, als er sich bereit erklärte die Drums auf der neuen Platte zu spielen.

Die hält am Ende, was sie verspricht, macht Laune, und das losgelöst von jeglichen Trends – genau wie der Witz, der für den Albumtitel herhalten durfte. Es gibt hundert verschiedene Möglichkeiten, diesen Witz zu Ende zu bringen. Ein Typ geht in eine Bar, nur um sich der Realität zu stellen. Darum geht es. „It started off as a joke because it is a joke“, sagt Shuman über den Titel. „It’s a way to start off the story of a relationship that ends up getting much deeper.“

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