Mavis Staples - Live in London (foto: anti)

Mavis Staples – Live in London

Erscheinungsdatum
Februar 8, 2019
Label
Anti/Indigo
Unsere Wertung
8
8
Wunderbare Performance.
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Sie hat es immer noch drauf: Mavis Staples beweist mit ihrem Live-Album „Live in London“, dass sie auch mit 79 Jahren noch längst nicht zum alten Eisen gehört.

So ein bisschen scheint sie ja von sich selbst überrascht, die gute Mavis. „Es ist unbegreiflich für mich, dass ich immer noch Platten aufnehme“, gibt sich Staples über ihre eigene Performance erstaunt. Sie hätte nie geglaubt, in dem hohen Alter noch zu singen, sei aber maximal dankbar dafür, dass die Leute sie noch hören wollen und sie mit Liebe überschütten.

Und warum sollten sie das nicht? Mavis Staples ist nicht nur eine lebende Legende, sondern immer auch noch maximal relevant. Die Frau hat noch was zu sagen, was nicht zuletzt ihr Album „If All I Was Was Black“ und ihre hörenswerten Kollaborationen mit Son Little, Jeff Tweedy oder Arcade Fire bewiesen.

Staples ist eine Bombe

Staples ist aber nicht nur im Studio eine Bombe, sondern auch – immer noch – auf der Bühne. Davon kann man sich auf dem nun vorliegenden Live-Album überzeugen – ihrem ersten seit dem 2008er „Hope At The Hideout“. Aufgenommen wurde das Ganze über zwei Nächte hinweg in der Londoner Union Chapel, eine Location, die Staples besonders liegt. Unfassbar, welche Power die Stimme dieser Frau hat! Wie mühelos sie das Publikum immer noch um ihren Finger wickeln kann.

Besonders stark: die Darbietung des gospeligen „No Time For Cryin'“, auch ein Kommentar zum Trump-Zeitalter. „We’ve got work to do“, proklamiert die Gute hier, es ist auch ein Appell, ein Aufruf, sich zu wehren. Ein Song in der Tradition der Staples Singers, die sich ja zu Zeiten des Civil Rights Movements ebenfalls politisch gaben. Und der Song ist gleichermaßen auch eine Art Trauerverarbeitung. Staples hatte zuletzt den schmerzlichen Tod ihrer Schwester Yvonne sowie ihrer guten Freundin Aretha Franklin zu beklagen.

Aber auch der wunderschöne Opener „Love and Trust“ bleibt an diesem Abend in London im Gehörgang hängen. Eine Nummer, die auch Staples selbst gefällt: “I love that song, it’s a beauty,” sagt sie. “I’ve been sending a message of love and trust since the Sixties, and I’m still searching for that.”

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