Limbo (foto: Studio Hamburg Enterprises)

Limbo

Erscheinungsdatum
Juni 4, 2021
Verleih
Studio Hamburg Enterprises
Unsere Wertung
3.5
3.5
Ambitioniert, aber unausgegoren.
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Der Mut wird nicht belohnt: Der deutsche Finanz-Unterwelt-Thriller „Limbo“ kommt als ambitionierter One-Shot-Film daher, lässt aber über das Handwerk hinaus fast alles Wichtige vermissen. Der Streifen liegt nun fürs Heimkino vor.

Als die junge Compliance Managerin Ana (Elisa Schlott) an einem späten Freitagabend ungewöhnlich hohe Rechnungsbeträge in den Firmenunterlagen entdeckt, muss sie sofort handeln. Gerade noch erwischt sie CEO Frank Mailing (Mathias Herrmann), der im Begriff ist mit einem Kunden in ein Taxi zu steigen. Als Mailing nicht auf ihre dringliche Bitte um ein kurzes Gespräch eingeht, lädt der neugierige Kunde sie kurzerhand ein mitzukommen. Parallel dazu wird der verdeckte Ermittler Carsten (Tilman Strauss) in einem Hinterzimmer gebrieft. Er steht kurz davor das Geldwäsche-Netzwerk eines Wiener Gangsterbosses zu infiltrieren. Seine Eintrittskarte ist der alternde Kleinganove Ozzy (Martin Semmelrogge). In einer stillgelegten Fabrikhalle, in der illegale Bare-Knuckle-Fights stattfinden, wird Carsten von Ozzy in die „Familie“ eingeführt. Ana findet sich plötzlich in der gleichen Arena wieder und kann Mailing endlich von ihrem Fund berichten und tritt damit eine ungeahnte Lawine los. Als sie auch noch auf Carsten, ihren entfremdeten Bruder, trifft, droht dessen Tarnung als verdeckter Ermittler aufzufliegen. Beim finalen Kampf in der Arena geht es schließlich für alle um weit mehr als nur um Sieg oder Niederlage.

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Mutige Entscheidung: Regisseur Tim Dünschede ließ den Film in einem einzigen Take drehen, also ohne erkennbaren Schnitt. Das hat für den Zuschauer zwar nicht unbedingt einen großen Mehrwert, lässt sich aber natürlich ganz gut vermarkten. Tatsächlich leidet bei so einem Unterfangen aber immer auch die Spannung, und das ist bei diesem „Bad Banks“-Abklatsch nicht anders. Der Film wirkt aufgebläht, stellenweise langatmig, weil einfach viel unnütze Bewegung gezeigt wird. Die Figuren sind kaum ausgearbeitet, die Dialoge hölzern, die Story plätschert ohne Überraschungen so vor sich hin. Kein Vergleich mit One-Shot-Vorbildern wie „Victoria“.

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