Khruangbin - Con Todo El Mundo (foto: Night Time Stories)

Khruangbin – Con Todo El Mundo

Erscheinungsdatum
Januar 26, 2018
Label
Night Time Stories
Unsere Wertung
7
Anspieltipps
Como Me Quieres
Maria También
Friday Morning
August 10
7
Entspannend.
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Mit „Con Todo El Mundo“ haben die texanischen Weltenbummler von Khruangbin ihr zweites Album vorgelegt. Erschienen ist es soeben via Night Time Stories.

Die Liebe zum Thai-Pop der sechziger und siebziger Jahre brachte sie zusammen: Khruangbin-Gitarrist Mark Speer und Schlagzeuger Donald Johnson lernten sich seinerzeit bei einer Kirchen-Band in Houston (Texas) kennen und entdeckten dabei ihre gemeinsame Vorliebe für exotische Musik. Vor acht Jahren stieß dann auch noch Bassistin Laura Lee zu den beiden, Khruangbin waren geboren. Das Trio begann schnell, gemeinsam an Songs basteln. Zwischenzeitlich musste das alles online geschehen, weil es Lee für ein paar Jahre nach London verschlug, irgendwann war die Gruppe dann aber in Los Angeles wieder vereint und man konnte wieder von Angesicht zu Angesicht arbeiten.

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Der Sound der Band war schon immer tief in der Weltmusik verwurzelt. Angereichert wurde er gerne mit Soul, Dub und Psychedelia. Das 2015er Debütalbum „The Universe Smiles Upon You“ war überdies sehr von Thai-Kassetten aus den sechziger und siebziger Jahren beeinflusst, die die Band auf ihren langen Autofahrten zu den Proben in der texanischen Einöde gehört hat. Nun legt die Band also mit „Con Todo El Mundo“ den Nachfolger vor, der zwar auch von südostasiatischer Musik inspiriert ist, dazu aber Elemente aus Funk und Soul einbaut, wie sie in Südeuropa und dem Mittleren Osten – vor allem dem Iran – zu hören sind.

Insgesamt ziemlich chillig

Insgesamt geht es auf „Con Todo El Mundo“ sehr entspannt zu. Für die Melodien ist zumeist Gitarrist Speer zuständig, Johnson steuert den Backbeat bei, Lee den Bass, gesungen wird dabei so gut wie gar nicht. Und wenn, dann im Chor und so, dass man nichts versteht. Die Musik soll das Erzählen der Geschichten übernehmen. Zur Not tut es eben das Video zum Song. Wie etwa bei der vorab veröffentlichten Single „Maria Tambien“, das vom Leben der Iranischen Frau vor der Revolution im Jahr 1979 handelt. Der Clip zu dem ausnahmsweise drängenden Song ist eine einzige Feier der Kreativität, der Freiheit und der Möglichkeit zur Selbstverwirklichung. Eine Hommage an jene Künstlerinnen, Sängerinnen, Tänzerinnen und Songschreiberinnen, die entweder ins Exil mussten oder verstummt sind seit der Revolution.

Nicht das einzige Glanzlicht. Der Opener „Como Me Quieres“ mit seinem atmosphärischen Slow-Motion-Funk gehört sicherlich dazu, ebenso wie „August 10“ mit seinem prägnanten Bass-Part. Der Ausflug auf den Disco-Dancefloor („Evan Finds The Third Room“) gelingt dem Trio auch. Am schönsten ist es aber, wenn es wieder etwas entspannter zugeht. So wie auf dem Closer „Friday Morning“ – ein starker Abschluss eines großartigen Albums.

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