Katie Melua - No. 8 (foto: bmg rights management)

Katie Melua – Album No. 8

Erscheinungsdatum
Oktober 16, 2020
Label
BMG Rights Management
Unsere Wertung
8
Anspieltipps
A Love Like That
Your Longing Gone
Maybe I Dreamt It
Airtime
8
Starkes Comeback.
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Vier Jahre nach „In Winter“ kommt die gute Katie Melua nun mit dem perfekten Herbstalbum um die Ecke. „No. 8“ durchweht eine bittersüße Melancholie.

Nein, als Trennungsalbum will Katie Melua „No. 8“ nicht verstanden wissen. Aber: Der Umstand, dass Melua sieben Jahre lang verheiratet war, und es seit diesem Jahr nicht mehr ist, spielt hier ohrenscheinlich schon eine gewisse Rolle. Denn wenn es ums Thema Liebe geht, denkt Melua deren Ende auf ihrem neuen Album konsequent mit. „How’d you make a love like that last?“, fragt sie etwa im streicherlastigen Opener der Platte. Über den Entstehungsprozess des Songs sagt Melua: „Dieses Lied stellt die essentielle, zeitlose Frage nach verrückter Liebe“, und fügt hinzu: „Doch bevor es um die Liebe zwischen einem Paar ging, drehte sich der Song um meine Beziehung zur Arbeit und der Ausdauer, die erforderlich war, um weiterhin Künstlerin in der Musikindustrie zu sein.“

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Und auch “Your Longing Is Gone”, ein von Leo Abrahams wunderschön arrangiertes und produziertes sowie vom Georgian Philharmonic Orchestra magisch in Szene gesetztes Requiem über eine langsam verblassende Romanze, bleibt im Themenkomplex „Trennung“ verhaftet. Vielleicht die stärkste Nummer des neuen Longplayers (auch wenn uns „Maybe I Dreamt It“ ebenfalls sehr gut gefiel). „Als Künstlerin, die schon sehr viel über Liebe und Begehren gesungen hat, interessierte mich vor allem die Frage, wie man mit dem Verblassen der Liebe und dem Schwinden dieses Verlangens umgehen kann. Es ist nun einmal Teil des Lebens, aber es gibt dabei so viele Facetten und Nuancen, die von wirklich großer Bedeutung sind,” erklärt Melua. „Sowohl beim Schreiben als auch beim Recording haben wir versucht, diese Realität einzufangen und alles, was dazugehört – sowohl das Akzeptieren, als auch das Feiern und Würdigen der guten Zeiten.“

Souverän und erwachsen

Und so ist „No. 8.“ kein Trennungalbum im Sinne einer Abrechnung mit dem Verflossenen oder einem musikalischen Bad im Selbstmitleid. Vielmehr versucht Melua in ihren Texten die Komplexitäten der realen Liebe mit deren märchenhaftem Gegenstück zu koppeln. Das wirkt nie verzweifelt, sondern vielmehr ausgesprochen souverän und reflektiert. Erwachsen.

Musikalisch bewegt sich das Ganze im Easy Listening-Bereich. Hier und da schöpft Melua Inspirationen aus klassischen Volksliedern, um ein Gefühl von Magie zu erzeugen, welche von Streicher-Arrangements gespiegelt wird, deren Tiefe und Bewegung an Charles Stepneys Arbeit mit der Rotary Connection und Ramsey Lewis erinnert. Auch Reminiszenzen an die Sixties und Seventies gibt es, Elemente aus Country („Joy“, „Remind Me To Forget“) oder Jazz („Voices in the Night“), und auch Verneigungen vor Meluas georgischer Heimat „Leaving the Moment“). Nie wirken sie als Mittel zum Zweck, sondern immer überaus passend. Das Resultat ist ein Album, das ungeheuer authentisch daherkommt.

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