Joy Division (foto: kevin cummins)

Joy Division: „Closer“ wird 40 Jahre alt

Es ist eines der wichtigsten Alben in der Geschichte der Popmusik und zeigt eines der ikonischsten Covers schlechthin. Am 17. Juli erscheint das zweite Album von Joy Division, „Closer“, in einer 40th Anniversary Edition. Es folgt damit dem im letzten Jahr erschienenen Re-Issue des Debüt-Albums „Unknown Pleasures“ und erscheint auf kristallklarem, transparentem Vinyl.

Zusätzlich zum LP-Release werden am selben Tag die Non-Album-Singles „Transmission“, „Atmosphere“ und „Love Will Tear Us Apart“ mit remastertem Audio aus dem Jahr 2020 veröffentlicht. Seit der Schließung von Factory Records wurden diese Singles weder nachgepresst noch wiederveröffentlicht. Nun aber kommen sie auf 180 Gramm-Vinyl mit dem Original-Artwork auf stabilem Heavyweight-Karton daher. „Transmission“ erscheint in einer Hülle mit erhabener Prägung.

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Die in Manchester gegründeten Joy Division, Ian Curtis (git, voc), Bernard Sumner (kb), Peter Hook (b) und Stephen Morris (dr), firmierten ab 1976 unter den Namen Stiff Kittens und Warsaw  und fanden 1978 zu ihrem endgültigen Namen. Innerhalb der kurzen Zeitspanne bis zum tragischen Freitod des Sängers Ian Curtis am 18. Mai 1980 veränderten sie die Musiklandschaft nachhaltig. Ihr Einfluss wirkt bis heute fort. Bands von The Cure über Nirvana bis Interpol und The National orientierten sich am einzigartigen Sound Joy Divisions.

Zwei Alben genügen zur Legendenbildung

Dabei waren es nur zwei Studioalben und einige exzentrische Auftritte, die ihren Ruf begründeten. 1979 erschien das Debüt „Unknown Pleasures“ mit Songs wie „She’s Lost Control“ und „Day Of The Lords“, das mit seinem spröden und intensiven Sound bereits früh für treue Fans der Band sorgte.

1980 veröffentlichten sie ihr zweites Album „Closer“, dessen dunkle und melancholische Atmosphäre stürmische Kritiken insbesondere für Songs wie „Isolation“ und „Heart And Soul“ erhielt.

Joy Division – Closer (foto: warner music)

Die posthum veröffentlichten Compilations „Still“ und „Substance“ lieferten schließlich die fehlenden Teile der Geschichte und präsentierten die Non-Album-Singles „Transmission“ und „Love Will Tear Us Apart“ sowie bis dahin unveröffentlichte Studiotracks wie „Something Must Break“ und „Ice Age“ und ausgewählte Live-Aufnahmen wie „Disorder“ und die einzige Einspielung von „Ceremony“.

Mehrere Filme zeigen Bandgeschichte

Die Geschichte der Band gehört bis heute zu den großen Legenden der Rockmusik, die Anlass für mehrere Filme bot. 2002 drehte Michael Winterbottom den Film „24 Hours Party People“ über die Manchester-Szene, in denen Joy Division eine Schlüsselrolle spielten. 2007 drehte der Fotograf und Filmemacher Anton Corbijn, der auch die ikonischen Fotos der Band schuf, das eindrucksvolle Biopic „Control“, das auf der Biografie von Ian Curtis‘ Ehefrau Deborah Curtis, „Touching From A Distance“ beruht.

In diesem Jahr jährt sich auch der Todestag Ian Curtis‘ zum 40. Mal. Daher ist gerade die Biografie „Sengendes Licht, die Sonne und alles andere“ des englischen Journalisten und Kulturwissenschaftlers Jon Savage im Verlag Heyne Hardcore erschienen.

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