John Lennon & Yoko Ono - imagine john yoko (foto: edel books)

John Lennon & Yoko Ono – Imagine John Yoko

Erscheinungsdatum
Oktober 9, 2018
Verlag
Edel Books
Unsere Wertung
9
9
Faszinierend.
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Heute vor 40 Jahren hat Mark David Chapman den großartigen John Lennon hinterrücks erschossen. Das Leben des Briten hat er mit fünf Kugeln zwar ausgelöscht, den Mythos aber nicht. Der Todestag des Ex-Beatle ist Anlass für uns, uns noch mal dem Buch „imagine john yoko“ zu widmen. Das vielleicht beste, das je über Lennon erschienen ist.

Imagine there’s no countries
It isn’t hard to do
Nothing to kill or die for
And no religion too
Imagine all the people living life in peace

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„Imagine“, John Lennon

Ja, sicher, so ein bisschen kitschig ist er ja wirklich, dieser Song, der seit seiner Veröffentlichung im Jahr 1971 zu einer universell gültigen Hymne der Hoffnung wurde. Eine Hymne der Hoffnung auf eine bessere Zukunft, die gleichzeitig in der Gegenwart Trost spendet. Gehört und gesungen überall auf der Welt, von New York bis Nauru. Zur Kunst wird dieser beinahe naive Pop-Song dadurch, da er trotz des zuckrigen Kitschs auch maximal subversiv ist. Denn der Wunsch nach Weltfrieden mag zwar mainstream sein, die Forderung der Abschaffung von Religion und Nationalstaaten ist es sicher nicht.

Natürlich ist es tragisch, dass ausgerechnet der Schöpfer dieser Friedenshymne am Ende Opfer eines Gewaltverbrechens, eines Mordes, wird. Nun also jährt sich der Todestag des genialen Songwriters und Sängers zum 40. Mal. Viele Bücher sind seit seinem über den Musiker aus Liverpool erschienen, viele Biografen haben versucht, sich dem Mann und dem Mythos zu nähern. Nicht allen ist es gelungen.

Viele unveröffentlichte Fotos

Auch seine Witwe Yoko Ono hat nach dem Tod ihres Mannes ein Buch veröffentlicht. 2018 war das. „imagine john yoko“ nennt sich das gute, ungeheuer intime Stück, ein wunderschönes Coffee-Table-Book einerseits, aber auch eine Pflichtlektüre für jeden Fan andererseits. Es war damals sozusagen Teil einer großzügig angelegten „Imagine“-Kampagne, mit der auch eine aufgemotzte Ultimate Collection auf CD erschien. Ist natürlich einerseits ganz hübsch anzuschauen, das 320 Seiten umfassende Machwerk. Es gibt viele, teils bis dato sogar unveröffentlichte Fotos zu sehen, Dokumenten und O-Töne. Nicht wenige stammen aus dem Privatleben von Lennon und Ono, darunter viele echte Highlights, etwa jenes mit Lennon und Miles Davis auf einer Party. Legenden unter sich.

Musik-Buffs werden aber vor allem die vielen Details zur Entstehung und Produktion von „Imagine“, sowohl dem Song als auch dem Album (Track by Track), interessant finden. Das Buch lässt dabei Lennon selbst, aber auch viele Weggefährten wie George Harrison, Eddie Veale, Klaus Voormann oder Phil Spector zu Wort kommen. Dazu gewährt es Einblicke in den Yoko-John-Kosmos, in ihre gemeinsame Idee von Kunst. Onos Einfluss auf „Imagine“ wurde ja immer schwer unterschätzt beziehungsweise totgeschwiegen. Aber tatsächlich ist die legendäre Nummer ein echtes Gemeinschaftswerk, die durch Onos Buch „Grapefruit“ (1964) inspiriert wurde. Erst 2017 wurde der guten Yoko offiziell die Co-Autorenschaft anerkannt.

„Imagine could never have been written without her. And I know she helped on a lot of the lyrics but I wasn’t man enough to let her have credit for it. So that song was actually written by John and Yoko, but I was still selfish enough and unaware enough to take her contribution without acknowledging it. The song itself expresses what I’d learned through being with Yoko and my own feelings on it. It should really have said ‘Lennon/Ono’ on that song, because she contributed to a lot of that song.”

John Lennon in einem Interview (1980)

Am Ende ist das sorgfältig zusammengestellte Buch ebenso wie Lennon selbst: ungeheuer faszinierend und einnehmend. Ein tiefer Einblick in die Gedankenwelt zweier großer Künstler. Und damit nicht nur für den Die-Hard-Fan geeignet. Am besten legt man sich bei der Lektüre das Album dazu auf.

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