Remakes sind grundsätzlich überflüssig? „Hear Me: Our Summer“ straft diese – hier oft geäußerte – These lügen. Der Liebesfilm liegt nun fürs Heimkino vor.
Der 26-jährige, tagträumende Yong-joon (Hong Kyung) lernt als Essenslieferant zufällig die gehörlose Yeo-reum (Roh Yoon-seo) kennen – in einer Schwimmhalle, in der Yong-joon eine Bestellung abgeben soll. Durch seine Gebärdensprache-Kenntnisse freunden sich die beiden an. Alles scheint gut zu laufen. Doch die junge Frau lebt nur für ihre ebenfalls gehörlose Schwester und deren Ziel, Olympia-Schwimmerin zu werden. Als ein Vorfall Yeo-reum völlig aus der Bahn wirft, drohen der Traum und die Romanze, zu zerplatzen.
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Aus Korea kommen derzeit viele spannende Beiträge zur globalen Popkultur. K-Pop, K-Horror – und jetzt auch K-Drama. „Hear Me: Our Summer“ hat seine Wurzeln aber eigentlich in Taiwan, es handelt sich um ein Remake des 2009 erschienenen „Hear Me“. Beide, das vorweg, sind qualitativ ebenbürtig. „Hear Me: Our Summer“ hat zwar keinen ultrakomplexen Plot, aber die Chemie der beiden charismatischen Hauptdarsteller nimmt einen von Beginn an gefangen. Man fiebert mit den beiden mit. Gleichzeitig schafft der Streifen – Regie: Cho Sun-ho – ein tieferes Verständnis für die alltäglichen Hürden und Vorurteile, mit denen hörbeeinträchtigte beziehungsweise gehörlose Menschen konfrontiert werden. Alleine, was man über Gebärdensprache (und ihre Limitierung) erfährt, ist schon ungeheuer interessant.
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