Halsey - Manic (foto: universal music)

Halsey – Manic

Erscheinungsdatum
Januar 17, 2020
Label
Universal Music
Unsere Wertung
7.5
Anspieltipps
Ashley
You should be sad
Graveyard
Without Me
Finally // beautiful stranger
7.5
Großteils überzeugend.
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Sie gilt neben Billie Eilish vielleicht als der größte weibliche Hoffnungsträger der zeitgenössischen Popmusik: Halsey. Auf ihrem neuen, dritten und sehr introspektiven Album „Manic“ nimmt die Gute keine Gefangenen, versucht sich in gefühlt tausenden Genres, ohne aber beliebig zu wirken.

Man liest das ja oft: Das neue Album ist das bisher persönlichste. Eine Phrase, die einem in jedem zweiten Promo-Waschzettel untergejubelt wird. Selten trifft das dann aber auch zu. Ausnahmen bestätigen aber die Regel. So wie dieser Fall. „Manic“, das neue Album von Halsey, ist so persönlich, dass es fast schon von therapeutischer Qualität ist.

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„I feel like you guys have really given me the chance this year to express myself more and be myself in a way that I don’t know if I’ve really felt like I have been able to since my first album“, sagte Halsey (bürgerlich: Ashley Frangipane) in einem Instagram-Live-Chat zur neuen Platte. Ein Album wie ein Befreiungsschlag für diese Künstlerin, die irgendwie mit ihrer Kunstfigur zu verschmelzen drohte. „Too many guys think I´m a concept, or I complete them, or I’m gonna make them alive. I’m just a fucked up girl who’s lookin’ for my own peace of mind. Don’t assign me yours“, zitiert Halsey Kate Winslet in „Eternal Sunshine Of The Spotless Mind“ in Sample-Form. Kein Zufall.

Konkret geht es in „Manic“ vor allem um die Schattenseiten, die ein Leben im Rampenlicht so mit sich bringt. Dieses Zerissensein, einerseits Mensch, gleichzeitig aber auch öffentliche Figur zu sein, an die eben auch gewisse Erwartungen geknüpft sind. So heißt es in „Ashley“ etwa: „I don’t wanna be somebody in America / Just fighting the hysteria / I only wanna die some days“. Es geht viel um psychische Instabilität und Einsamkeit, zerbrochene Liebe, klar, und den inneren Seelenfrieden.

Große stilistische Bandbreite

Musikalisch bietet Halsey dabei eine recht große Bandbreite an. Die Glanzlichter: „Without Me“, eingängiger Electro-R&B; angelehnt an Justin Timberlakes „Cry Me A River“. Ein Break-Up-Song, in dem Halsey die Trennung von G-Eazy verarbeitet. Die emotionale Electro-Pop-Single „Graveyard“ verhandelt derweil das Festhalten an einer Beziehung, wohlwissend, dass diese einen gefährlichen Weg eingeschlagen hat. Auf „Finally // beautiful stranger“wiederum flirtet Halsey überzeugend mit dem Country. Und „You should be sad“ vereint irgendwie alle Genres, die es so gibt. Der Song entzieht sich mit allen Kräften einer Einordnung.

Wenig überzeugend: die Kollaborationen. Gerade von einer Zusammenarbeit zwischen Halsey und einer Songwriter-Legende wie Alanis Morissette hätte man sich doch irgendwie mehr erhofft als Zeilen wie „Your pussy is a wonderland“, eine Verballhornung von John Mayers „Your body is a wonderland“ – auch wenn die Message des Songs natürlich völlig klar geht.

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