Foals kündigen zwei neue Alben an

Foals (foto: warner music)

Nach mehr als einem Jahrzehnt im Geschäft pflegen Foals einmal mehr ihre Liebe zum Unkonventionellen. Und so kündigt die Kapelle nicht eines, sondern zwei neue Alben an: „Everything Not Saved Will Be Lost“. Zwei Veröffentlichungen, separat und doch zusammenhängend, die Titel, Themen und Artwork teilen. „Part 1“ wird am 8. März veröffentlicht, „Part 2“ folgt dann im Herbst. 

„Sie sind zwei Seiten derselben Medaille“, erklärt Frontmann Yannis Philippakis. „Sie können einzeln angehört und gewürdigt werden, grundsätzlich jedoch bildet eines das Gegenstück zum anderen.“ 

Der erste Vorgeschmack ist die gestern veröffentlichte Single „Exits“. In dem Song beschwört Philippakis das Bild einer desorientierenden Welt durch eine hochgradig ansteckende Gesangsmelodie herauf – eine frische Hymne für das beeindruckende Arsenal von Foals und zugleich eine bedrohliche Vorahnung.  

„Es gibt eine bestimmte Vorstellung davon, dass die Welt nicht mehr bewohnbar ist, wie sie es einmal war“, sagt Yannis. „Eine Art gefährlicher Mangel an Vorhersehbarkeit und ein Gefühl, von der schieren Dimension der Probleme überwältigt zu sein, denen wir gegenüberstehen. Was ist die Reaktion? Und was ist der Sinn irgendeiner Reaktion, die ein Einzelner zeigen kann?“

„Exits“ zeigt auf, was thematisch von „Everything Not Saved Will Be Lost“ zu erwarten ist. Der Titel ist eine Warnung, dass alles – vom kleinsten, flüchtigsten Moment der Inspiration bis hin zur biologischen Vielfalt des Planeten – in Gefahr ist, unumkehrbar ausgelöscht zu werden. Es ist ein Thema, das sich durch das Material des Albums zieht, während Foals die öffentlichen Neurosen spiegeln, die durch unser aktuelles kulturelles Klima provoziert werden. Paranoia vor staatlicher Überwachung? Furcht vor dem Klimakollaps? Ein überwältigendes Gefühl der Angst? Die apokalyptischen Songs handeln von all dem.

Passenderweise erinnert das parallel veröffentlichte Video zu „Exits“ an eine Black Mirror-Folge: Die Stimmung ist unangenehm, bedrohlich und das Setting scheint eine Kritik an der modernen Welt zu sein. Die Bildwelten sind stark und einschüchternd und doch möchte man wissen: Gibt es ein Happy End? Hier kann man das Video mit Christa Théret in der Hauptrolle ansehen:

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