Elise LeGrow - Playing Chess (foto: warner music)

Elise LeGrow – Playing Chess

Erscheinungsdatum
Februar 16, 2018
Label
BMG Rights Managament / Warner
Unsere Wertung
7
Anspieltipps
You Can Never Tell
Over The Mountain
Across The Sea
Rescue Me
7
Gelungenes Debüt.
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Auf ihrem Debütalbum „Playing Chess“ widmet sich die kanadische Sängerin Elise LeGrow ausgewählten 50er/60er-Songs des Chicagoer Labels Chess Records.

Das nordamerikanische Label Chess Records kann man durchaus und ungestraft als legendär bezeichnen, hatte es seinerzeit doch so illustre Namen wie John Lee Hooker, Muddy Waters, Etta James, Bo Diddley und Chuck Berry unter Vertrag. Die Plattenfirma galt als bahnbrechend in den Genres Blues, Rhythm ’n‘ Blues und Rock ’n‘ Roll. Zwischen 1950 und 1975 aktiv, ging das Label dann an General Recorded Tapes über. Mittlerweile liegen die Rechte beim Riesen Universal Music.

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Zwar stammt LeGrows Vater aus der Gegend um Chicago, ihr Großvater war in den fünfziger Jahren sogar als Drummer und Trompeter in der Jazz-Szene der Stadt unterwegs, dennoch, so gibt LeGrow zu, war sie nur rudimentär mit der Geschichte von Chess Records vertraut. Es gab entsprechend viel für sie zu entdecken, als S-Curve-Records-Gründer Steve Greenberg und Mike Mangini das Album-Projekt an sie herantrugen. Die beiden fungierten – gemeinsam mit R&B-Legende Betty Wright – denn auch als Produzenten. Ich war ein Fan von Etta James, Chuck Berry und Bo Diddley“, erklärt LeGrow. „Aber mir war nicht klar, dass die alle Teile der Label-Familie von Chess waren. Ich liebte deren Musik über die Jahre, ohne mir dieser Tatsache bewusst gewesen zu sein.“

Um potenzielles Material für „Playing Chess“ zu entdecken, stürzte sich LeGrow also kopfüber ins Chess-Repertoire und durchsuchte die Discographie des Labels nach spannenden Tracks, die sich glaubwürdig mit ihren eigenen Lebenserfahrungen deckten. Die Suche war erfolgreich: Elf Songs förderte die 30-Jährige für dieses Album zutage – und sie wurde ihnen mehr als gerecht. LeGrow tut den Nummern nie Leid an, im Gegenteil, sie veredelt den einen oder anderen Song mit ihrer leicht rauen Stimme, die aber gleichzeitig so lieblich, so weich ist, sogar. Und das mit großer Leidenschaft.

Mehrere Perlen auf der Tracklist

Daher finden sich auf dem Album auch gleich einige Perlen. Zumal sie dem Arrangement der Songs oft einen Twist verpasst. Chuck Berrys treibender Rocker „You Never Can Tell“ gehört dazu – eine starke Interpretation, das Ding wird hier zur gefühlvollen Ballade. Im Gehörgang bleibt auch Fontanella Bass‘ „Rescue Me“, das LeGrow mit Labi Siffres „I Got The Blues“ verbindet. Auf letzterem basierte ja Eminems 90er-Jahre Hit „My Name Is“. Nur manchmal – etwa bei Etta James‘ „Can’t Shake It“ – geht der Versuch schief und das Original bleibt unerreichbar.

Keine Frage, die Herangehensweise (inklusive des kleinen Makels des Überproduzierten) erinnert ein bisschen an Joss Stone und ihre Soul-Sessions – und das ist auch kein Wunder. Schließlich handelt es sich hier um das gleiche Produzententeam. Ob LeGrow der gleiche Erfolg vergönnt sein wird wie seinerzeit der guten Joss? Zu wünschen wäre es ihr. Das Talent hat sie.

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