Editors – Violence

Editors - Violence (foto: pias/rough trade)

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6 PIAS / Rough Trade
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Auf ihrem neuen Studioalbum “Violence” versuchen es die Editors mit der großen Geste. Dem sechsten Album der Birminghamer Band schließt sich eine Tour an, die sie ab Sonntag auch durch Deutschland führt.

Wir erinnern uns: 2003 gründeten vier Musiktechnologie-Studenten der Stafford University die Band Snowfield. Die heißt zwar längst nicht mehr Snowfield, sondern Editors, ist aber immer noch da und spielt in der obersten Liga der britischen Indie-Szene mit. Auch, weil es die Jungs – Sänger und Gitarrist Tom Smith, Leadgitarrist Justin Lockey, Bassist Russell Leech, Elliot Williams (Synths/Gitarre) und Schlagzeuger Ed Lay – immer wieder schafften, sich neu zu erfinden. Klar, immer im Synthie-Pop und New Wave verhaftet, mal aber etwas rockiger, mal ein bisschen elektronischer. Immer flirtete die Band dabei mit dem Mainstream – mal mehr, mal weniger stark, aber immerhin so intensiv, dass sie irgendwann dann mehr mit Coldplay denn mit Joy Division beziehungsweise New Order verglichen wurden.

Auf “Violence”, dem sechsten Album der Band, wird der Flirt mit dem Mainstream wieder etwas heißer. Der Nachfolger des 2015 veröffentlichten Longplayers “In Dream” denkt die große Arena oder das große Festival gleich mit. Exemplarisch dafür: der Opener “Cold”, eine Goth-Pop-Nummer mit allerdings sehr aufdringlichen Chor-Elementen. Die von Piano-Klängen getragene Ballade “No Sound But The Wind”, die sich seinerzeit schon auf einem “Twilight”-Soundtrack wiederfand, will dann Feuerzeuge beziehungsweise leuchtende Handy-Displays sehen. Eher für den 80s-Dancefloor geeignet sind dann “Darkness At The Door” und “Nothingness”. Den EDM-Nummern hätten etwas mehr Ecken und Kanten gut getan.

Immerhin: Ein bisschen Raum fürs Schräge lassen die Jungs auf dem Album dann doch. Auf “Hallelujah (So Law)” etwa sind die lärmenden Gitarren schön verzerrt, das ebenfalls vorab als Single veröffentlichte “Magazine” hat elektronische Sollbruchstellen drin, und auch das düstere “Counting Spooks” kommt mit einer eingebauten Überraschung daher.

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Fazit: Solide.

Anspieltipps: Magazine, Counting Spooks, Hallelujah (So Low)

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