Abenteuer- und Familienfilm mit bildgewaltigen Sahara-Aufnahmen: Die französisch-belgische Koproduktion „Die Legende des Wüstenkindes“ liegt nun fürs Heimkino vor.
Die 14-jährige Sun (Neige de Maistre) hat erfolgreich ein Buch veröffentlicht – inspiriert von einer Geschichte, die ihr verstorbener Großvater ihr einst erzählte: die beinahe unglaubliche Legende des Jungen Hadara, der während eines verheerenden Sandsturms von seiner Karawane getrennt wurde und von einer Gruppe Strauße gerettet wird. In der unwirtlichen Weite der Sahara wächst er fortan fernab seiner Familie auf, begleitet nur von seinem treusten Gefährten, einem jungen Wüstenfuchs. Als Sun im Rahmen einer Preisverleihung für ihr Buch selbst zu einer Reise in die Sahara eingeladen wird, begegnet sie dort dem gleichaltrigen Nomadenmädchen Kharouba (Moun Ghazali) – und erkennt bald, dass die Legende des Wüstenkindes Hadara weit mehr ist als eine einfache Gute-Nacht-Geschichte …
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Erfolgsregisseur Gilles de Maistre legt nach „Mia und der weiße Löwe“ und „Ella und der schwarze Jaguar“ eine weitere Geschichte über die Verbindung von Mensch, Tier und Natur vor. Diesmal vor der Kulisse der Sahara, die hier atemberaubend in Szene gesetzt wird. Natürlich wird hier ohne falsche Scheu stark die Sentimentalitätsklaviatur bespielt und auch das eine oder andere Klischee bemüht. Auch in Sachen Tiefe vermag der Film nicht zu überzeugen. Das Zielpublikum ist aber auch eher ein jüngeres. Gemessen daran kann man ob des pädagogischen Werts auch über die Schwächen hinwegsehen. Die Message stimmt, die Umsetzung – fürs Zielpublikum – auch. Zwar hat der Film natürlich grundsätzlich das Problem, dass ein westlicher Filmemacher sich hier wieder an Stoff aus einer Kultur bedient, der er nicht angehört. Immerhin wird das im Film aber auch thematisiert.
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