Courtney Marie Andrews - Old Flowers (foto: loose/fat possum/rough trade)

Courtney Marie Andrews – Old Flowers

Erscheinungsdatum
Juli 24, 2020
Label
Loose Music
Unsere Wertung
8
Anspieltipps
Burlap String
If I Told
Together Or Alone
Carnival Dream
Guilty
Ships In The Night
8
Bittersüß.
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Herzschmerz im Country-Gewand: Auf ihrer neuen, überaus wehmütigen Platte „Old Flowers“ verarbeitet Singer-Songwriterin Courtney Marie Andrews eine zerbrochene Beziehung.

Neun Jahre. So lange dauerte die Beziehung, der Courtney Marie Andrews auf „Old Flowers“ so eindrucksvoll und eindringlich hinterher trauert. Zehn Jahre. Das ist fast ein Drittel ihres Lebens. Und so verwundert es nicht, dass die zehn Stücke ein Cocktail großer Gefühle sind. Schmerz, Einsamkeit und das Wiederfinden ihrer selbst werden hier beschrieben, Themen wie Schuld („Guilt“), Verletzlichkeit („If I Told“) und Vergänglichkeit („You can’t water old flowers“) verhandelt. „I’ve grown cautious, I’ve grown up, I’m a sceptic of love“, singt sie treffend im Opener „Burlap String“. Hier wird kein Gift gespritzt, nein, es werden Wunden geleckt. Nicht wütend, sondern würdevoll. Am Ende, im wundervollen „Ships In The Night“ wünscht sie ihrem Ex sogar alles Gute: „Hope you ease up on the drinking / Hope you laugh, hope you care / Hope your days are even better than the ones that we shared.“

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Andrews reflektiert: „In ‚Old Flowers‘ geht es um Herzschmerz. Es gibt eine Million Platten und Lieder darüber, aber ich habe beim Schreiben dieser Songs nicht gelogen. In diesem Album geht es darum, die Person zu lieben und sich um sie zu kümmern, von der man weiß, dass man nicht mit ihr zusammen sein kann. Es geht darum, dass man Angst hat, verletzlich zu sein, nachdem man verletzt worden ist. Es geht um eine Frau, die allein ist, aber das ist in Ordnung, wenn es die Wahrheit bedeutet. Das war meine Wahrheit in diesem Jahr – meine neunjährige Beziehung endete und ich bin eine Frau, die allein auf der Welt ist, aber glücklich, sich selbst zu kennen.“ 

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Intime Atmosphäre

Das sparsam instrumentierte und zurückhaltend produzierte Album wirkt so intim, dass man sich schon beinahe wie ein Voyeur vorkommt. Dazu passt, dass die Mannschaft, mit der Andrews die Platte im Sound Space Studio aufgenommen hat, überschaubar blieb. Das Team bestand nur aus drei Musikern. Neben Andrews waren das Matthew Davidson/Twain (Bass, Celeste, Mellotron, Pedal Steel, Klavier, Pumporgel, Wurlitzer, Background-Gesang) und James Krivchenia von Big Thief (Schlagzeug, Perkussion).

Als Produzent wirkte hier Andrew Sarlo (Bon Iver, Big Thief). Der sagt: „Bevor wir ins Studio kamen, waren wir uns einig, dass wir diese Platte so kathartisch und minimal wie möglich machen wollten – mit dem Schwerpunkt auf Courtneys Stimme und ihrer Absicht hinter den Songs. Aus diesem Grund geht es bei dieser Platte nur um die Performance. Ich glaube, eine großartige Aufnahme ist die Chemie zwischen allem während der Basics und der Fähigkeit, zu spüren, dass etwas passiert, anstatt sich über die perfekte Aufnahme zu quälen. Courtney hat sich diesen Ansatz zu eigen gemacht, und wir haben am Ende eine rohe, natürliche und menschliche Aufnahme erhalten.“

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