Beale Street (foto: dcm)

Beale Street

Erscheinungsdatum
August 30, 2019
Verleih
DCM
Unsere Wertung
8
8
Geht unter die Haut.
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Emotional unheimlich intensiv: Mit der Verfilmung des Bestseller-Romans „Beale Street Blues“ des preisgekrönten Autors James Baldwin erzählt Regisseur Barry Jenkins („Moonlight“) eine große Liebesgeschichte im von Rassismus beherrschten Amerika. „Beale Street“ liegt nun fürs Heimkino vor.

Harlem, New York in den 1970ern. Der Bildhauer Fonny (Stephan James) verliebt sich Hals über Kopf in Tish (KiKi Layne), seine beste Freundin aus Kindertagen. Alles scheint perfekt zwischen den beiden Verliebten. Bis Fonny fälschlicherweise der Vergewaltigung beschuldigt wird und ins Gefängnis muss. Als Tish kurze Zeit später feststellt, dass sie ein Kind von Fonny erwartet, versucht sie alles, um seine Unschuld zu beweisen. Mit der Unterstützung ihrer Familie begibt sie sich auf die Suche nach der Wahrheit in einer Welt voller Rassismus und Ungerechtigkeit.

Herzzerreissend. Wahrscheinlich umschreibt dieses Wort Barry Jenkins‘ Drama „Beale Street“ am besten. Die Geschichte von Fonny und Tish steht für das Unrecht, das vielen Afroamerikanern in den USA widerfährt. Nicht erst seit gestern. Die literarische Vorlage stammt ja aus dem Jahr 1974. Gefühlt hat sich da seither traurig wenig getan.

Natürlich haben sich seither auch mehrere Filme dieser Ungerechtigkeit angenommen. 2019 sorgte etwa die Netflix-Miniserie „When They See Us“ von Ava DuVernay für Aufsehen, die die wahre Geschichte der Central-Park-Five erzählt. Einer Gruppe schwarzer Jugendlicher, die zu Unrecht der Vergewaltigung einer weißen Joggerin verdächtigt wurde und dafür lange im Gefängnis saß.

Regina King brilliert

„Beale Street“ schöpft seine Inspiration zwar aus der bitteren Realität, die Handlung ist aber fiktiv. Unter die Haut geht der Stoff trotzdem. Jenkins, das weiß man seit „Moonlight“, ist ein großartiger Geschichtenerzähler. Und einer, der weiß, wie man sie visuell ansprechend umsetzt. Auch in „Beale Street“ greift er wieder auf seine fast schon expressionistische Bildsprache und Ästhetik zurück. Die Großaufnahme ist dabei eines seiner liebsten Stilmittel. Unterlegt wird das Ganze mit einem fantastischen Score, der völlig zu Recht auch für einen Oscar nominiert war.

Wie auch im Buch wird Tish hier als Erzählerin eingesetzt – das funktioniert sowohl in gedruckter Form als auch auf der Leinwand ganz wunderbar, trotz diverser Zeitsprünge. Keine Frage: Jenkins, der hier ziemlich werktreu agiert, hat das hier meisterhaft gelöst. Stichwort „meisterhaft“: Was allen voran Regina King, die Tishs Mutter spielt, hier abliefert, verdient genau diese Bezeichnung. King hat für die Rolle einen Oscar gewonnen.

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