Aretha Franklin - Amazing Grace (foto: warner music)

Aretha Franklin – Amazing Grace

Erscheinungsdatum
März 22, 2019
Label
Rhino/Warner Music
Unsere Wertung
9
9
Denkwürdiges Album.
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Sie war nicht nur die Queen of Soul, sondern auch die heimliche Königin des Gospel: Aretha Franklin. Davon zeugt ihr legendäres Doppel-Live-Album „Amazing Grace“ (1972). Die Plate ist nicht nur Franklins meistverkaufte LP, sondern auch das meistverkaufte Gospel-Album aller Zeiten. Rhino feiert den heutigen Geburtstag der Ausnahme-Künstlerin mit dem Release von „Amazing Grace: The Complete Recordings“, das so erstmals auf Vinyl veröffentlicht wird.

„Amazing Grace: The Complete Recordings“ besteht aus 4 LPs, die die beiden grandiosen Performances in der New Temple Missionary Baptist Church in voller Länge enthalten, die Aretha Franklin am 13. und 14. Januar 1972 mitschneiden ließ. Zwei denkwürdige Abende, an denen die Gute – unterstützt von Band und Chor – mit ihrem spektakulären Mezzo-Sopran jede Menge Gospel-Standards präsentierte. Darunter: Perlen wie das Titelstück, klar, aber auch „Precious Memories“, „What A Friend We Have In Jesus“ und „How I Got Over“. Letzteres wurde geschrieben von Clara Ward, die an diesem Abend auch im Publikum saß.

Es sind Shows, die Franklin von ihrer besten Seite zeigen. Buchstäblich. Wahrscheinlich war die damals 29-Jährige nie wieder so stark wie hier. Sie trägt die Songs so voller Inbrunst, Leidenschaft und Überzeugung vor, dass es einen Atheisten fast in einen Gläubigen verwandeln konnte. Franklin mag heute als Soul- und Pop-Sängerin gelten, aber diese Shows zeigen: „She has never left the church“. Um es mit den Worten ihres Vaters zu sagen, der bei diesen Shows ebenfalls zugegen war. 

Mick Jagger im Publikum

Papa Franklin war übrigens nicht der einzige prominente Gast im Publikum. Auch Mother Ward von den Ward Family Singers sowie Mick Jagger und Charlie Watts von den Rolling Stones, die anlässlich der Aufnahmen zu ihrem Album „Exile On Main Street“ gerade in der Stadt waren, ließen sich das Ganze nicht entgehen.

Spirituals, Gospel – all das spielte für Franklin schon jeher eine große Rolle. Nach dem Tod ihrer Mutter begann Franklin in der New Bethel Baptist Church zu singen, in der ihr Vater Reverend war. Der Herr Papa war auch ihr erster Manager. Er nahm die damals 12-Jährige mit auf seine Gospel-Caravan-Tourneen, die durch mehrere Kirchen führte und ihn zu einer regionalen Berühmtheit machten. Ihr Dad verhalf ihr auch zu ihrem ersten Platten-Deal mit dem Label J.V.B. Records, das sich unter anderem auf Gospel-Musik spezialisiert hatte. Auf ihrer ersten LP „Songs of Faith“ (1956) fanden sich daher jede Menge Spirituals. Darunter auch eine Interpretation von „Precious Lord (Take my Hand)“: ein Song, den Franklin 1972 auch in der New Temple Missionary Baptist Church eindrucksvoll zum Besten gab.

Doku bereits im Vorjahr erschienen

Die Veröffentlichung erscheint im Nachgang zu einer 87-minütigen Doku, die sich im vergangenen Jahr mit Franklins „Amazing Grace“ beschäftigte. Ursprünglich war die Veröffentlichung des Films schon für das Jahr 1971 geplant. Der Regisseur Sidney Pollack setzte bei seinen Aufnahmen damals aber keine Filmklappe ein. Die 20 Stunden Material, die er filmte, konnten im Anschluss daher nicht geschnitten werden. Bild und Ton ließen sich nicht synchronisieren. Über viele Jahrzehnte lag der Streifen daher auf Eis. 2007 erwarb schließlich Produzent Alan Elliott die Rechte und ließ die Doku in den folgenden Jahren fertigstellen. So richtig begeistert war Aretha Franklin davon nicht. Sie verklagte den Mann mehrmals und stemmte sich gegen eine Veröffentlichung. Erst nach ihrem Tod wurde der Film gezeigt.

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