Aerosmith - Aerosmith (foto: Universal Music)

Aerosmith – Aerosmith

Erscheinungsdatum
März 20, 2026
Label
Capitol Records / Universal Music
Unsere Wertung
7

Das Debütalbum von Aerosmith erscheint nochmal neu rausgeputzt, geschniegelt und gebügelt. Zum ersten Mal präsentieren die Rocklegenden aus Boston die ungefilterte Version ihres mehrfach mit Platin ausgezeichneten Debüts „Aerosmith“, das ursprünglich 1973 veröffentlicht wurde. Der selbstbetitelte Erstling der Rock and Roll Hall of Famer erscheint in verschiedenen Editionen.

Es gibt wohl keine andere Rock-Band, die sich so oft mehrfach neu erfunden hat und dadurch in rund drei Jahrzehnten maximal am Puls der Zeit bleiben konnte. In den Siebziger Jahren gehörten Aerosmith zur vom Blues beeinflussten Welle an Hard-Rock-Bands. In den 1980ern hob sie die Zusammenarbeit mit Run DMC wieder in die Relevanz und erschloss ihnen eine neue Fanbase. Und in den 1990ern kamen die großen Rock-Balladen hinzu, „Crazy“, Cryin'“ und „I Don’t Want To Miss A Thing“, die die Gruppe endgültig unsterblich machten. Bis heute hat das Quintett – Steven Tyler, Joe Perry, Brad Whitford, Tom Hamilton und Joey Kramer – weltweit über 150 Millionen Alben verkauft und vier Grammys eingesackt. Die Band wurde 2001 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen und spielte vor mehr als 100 Millionen Fans auf jedem Kontinent. Kann man mal so machen.

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Tyler zunächst am Schlagzeug

Alles begann im Jahr 1970 in Boston. Steven Tyler und Gitarrist Joe Perry – später ob ihres Drogenkonsums „Toxic Twins“ getauft – waren die Keimzelle der Kapelle. Auch Bassist Hamilton war schon früh an Bord. Der für seine Röhre bekannte Tyler startete als Drummer, ehe er sich durch die Hinzunahme von Joey Kramer vollends auf den Gesang fokussieren konnte. Ray Tabano stieß als zweiter Gitarrist zur Combo, er wurde aber alsbald durch Brad Whitford ersetzt. Gemeinsam ging es auf Tournee, die amerikanische Ostküste rauf und runter, ehe das Label Columbia von der Gruppe Notiz nahm.

Ebenda erschien am 5. Januar 1973 das selbstbetitelte Debütalbum der Band. Aerosmith hatten es im Herzen ihrer Heimatstadt in den Intermedia Studios Street aufgenommen. In den Sessions entstanden so manche zukünftige Klassiker, die meisten flossen Steven Tyler aus der Feder.

Die Glanzlichter

„Make It“ eröffnete das Album, die Band nutzte den Track auch gerne als Opener bei ihren Konzerten. Dafür war er maximal geeignet, verwies er doch auf unbegrenzte Möglichkeiten. Tyler wurde zu der Nummer seinerzeit auf der Heimfahrt nach Boston inspiriert, als sich ihm plötzlich ein spektakulärer Blick auf die Skyline der Stadt bot. Ein motivierender, inspirierender Song.

„Somebody“, das schon länger bei Tyler in der Schublade lag, erinnert an die Stones und deren „Route 66“. Tyler spielte den Song schon mit seiner Band Chain Reaction. Auch das persönlich gefärbte „One Way Street“ war von den Stones („Midnight Rambler“) inspiriert. Nicht die Stones, sondern die Beatles waren dann Ideengeber beim Intro zu „Write Me a Letter“ (das erst „Bite Me“ heißen sollte). Mit „Walking the Dog“ hat es denn auch ein gelungenes Rufus-Thomas-Cover.

Slow-Burner

Die absoluten Highlights aber waren „Mama Kin“ und natürlich „Dream On“. Ersteren Song hatte Tyler auf einer Gitarre geschrieben, die er aus dem Müll gefischt hatte. Die Vorgeschichte steht etwas im Kontrast zum Glam-Faktor, den der Uptempo-Track mitbrachte. „Dream On“ ist eine Power-Ballade, wie sie im Buche steht. Tyler schrieb an der Nummer schon als Teenager, sein Vater war ausgebildeter Musiker und so stand daheim ein Steinway-Flügel herum, an dem Tyler zu komponieren versuchte. Perry mochte das Lied zunächst nicht, es landete aber trotzdem auf dem Album – und wurde zu Aerosmith erstem veritablen Hit der Gruppe.

Der Erfolg des Albums sollte eine der berühmtesten „Slow-Burn-Underdog“-Geschichten des Rock’n’Roll werden. Nach der Veröffentlichung war das Quintett zwei Jahre lang unterwegs, bis „Dream On“ schließlich in der zweiten Hälfte des Jahres 1975 in Fahrt kam. Der Song kletterte schließlich in die Top 10 der Billboard 200-Charts und gilt als einer der beliebtesten Rock’n’Roll-Songs der Geschichte. 2018 wurde die Aufnahme in die Rolling Stone-Liste der „500 Greatest Songs of All Time“ und in die Grammy-Hall-of-Fame aufgenommen und hat bis heute über 1,5 Milliarden Streams auf Spotify.

Das kann die Wiederveröffentlichung

Um endlich ihre ungefilterte Vision zu präsentieren, haben die Mitbegründer von Aerosmith, Steven Tyler und Joe Perry, die Originalaufnahmen und -bänder zusammen mit dem für den Grammy nominierten Produzenten und Mixer Zakk Cervini und dem Grammy-Gewinner Steve Berkowitz neu abgemischt. Somit ist dieser neue Album Mix das Kronjuwel der Legendary Edition-Sammlung.

Zu den verschiedenen Albumkonfigurationen gehört auch die limitierte Auflage „Aerosmith (Legendary Collector’s Edition)“. Das 5LP Deluxe Box Set enthält das remasterte Originalalbum auf 180 g klarem Vinyl, den brandneuen 2024 Album Mix, gepresst auf 180 g durchscheinendem rotem Vinyl, eine begehrte Live-Aufnahme aus Paul’s Mall aus dem Jahr 1973 auf 180 g schwarzem Vinyl, eine Reihe kürzlich entdeckter und bisher unveröffentlichter Studiotracks auf 180 g schwerem schwarzem Vinyl und eine exklusive 12-Zoll-Vinylplatte mit klarem UV-Cloud-Effekt mit „Dream On“ (2024 Remaster) und „Dream On“ (2024 Mix) auf einer bedruckten himmelblauen Slipmat.

Anspieltipps
Make It
Dream On
Mama Kin
Somebody
7
Gelungener Einstand.
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