Me And My Drummer – Bloodmoon

Mal ein ganz anderer Ansatz: Unser Video der Woche kommt diesmal von Me And My Drummer und ist eine Art Virtual Reality Experience. Der Medienkünstler Chris Luehning hat den Clip zu “Bloodmoon” für die Band entworfen.

In einer in tiefes Rot getauchten Welt kann man dabei einer stark an Sängerin Charlotte Brandi erinnernden Person dabei folgen, wenn sie das Bloodmoon Child rettet. Chris Luehning über das Projekt: „Die Möglichkeit eine Welt zu bauen, die aus der eigenen Phantasie entstammt, anderen eine Brille aufzusetzen und sie in dieser Welt umherlaufen zu lassen, hat es so noch nie gegeben und ist für mich unglaublich faszinierend und anziehend. Als ich ‚Bloodmoon’ zum ersten Mal gehört habe, kamen mir sofort Assoziationen zu Bildern und Themen, die ich unbedingt kommunizieren wollte. Die dabei entstandene Welt ist reich an Allegorien und Symbolen, die sich durch die Erfahrung in Virtual Reality auf bisher nicht da gewesene Weise erleben lassen. Man sieht die Heldin nicht in Schnittbildern, wie in bisherigen Videos, durch die Wüstenwelt reiten, sondern reitet MIT ihr.“

“Eine ganz bestimmte Weisheit befindet sich ausschließlich in der Vergangenheit eingekapselt”, sagt Sängerin und Gitarristin Charlotte Brandi über das Stück. “Du musst deinen Zeitstrahl entlang zurück laufen, um den Kern zu finden. Die Erinnerung an frühere Tage, verkörpert durch ein Lebewesen, einen menschlichen Körper, der Schutz und Pflege braucht, wurde dir geraubt.” Und sie führt fort: “Begib dich in was auch immer für einer Welt du lebst, zieh dein Schwert und rette das Bloodmoon Child.”

Nach der Veröffentlichung ihres zweiten Albums “Love Is A Fridge” sind Me And My Drummer in Europa unterwegs gewesen. Sie wurden zum Great Escape Festival eingeladen, tourten durch Norwegen, haben Festivals in Estland oder den Niederlanden besucht und nicht zuletzt das renommierte Neujahrskonzert in der Berliner Volksbühne bestritten. Eigentlich wollten die beiden der Band eine Pause gönnen. Brandi arbeitet an einem Soloalbum, Matze Pröllochs schreibt und spielt Theatermusik oder trommelt auf den Aufnahmen befreundeter Künstler_innen. Mit dem Moment aber, da sie die Pause beschließen, steigt plötzlich die Lust darauf, wieder zwanglos und ohne Anlass zusammen zu jammen. Was nun schlicht und ergreifend das vorliegende tiefdunkle, wunderschöne Stück zur Folge hat.

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