West of Liberty (foto: edel motion)

West Of Liberty

Erscheinungsdatum
Dezember 6, 2019
Verleih
Edel Motion
Unsere Wertung
5
5
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Mit „West Of Liberty“ hat das ZDF im November das Thema Whistleblower verhandelt. Der sechsteilige Agententhriller mit Wotan Wilke Möhring in der Hauptrolle liegt nun auch fürs Heimkino vor.

Ludwig Licht (Wotan Wilke Möhring) ist ein früherer Doppelagent, der sowohl für die CIA als auch die Stasi arbeitete. Seit der Wende ist er allerdings ins Abseits geraten und betreibt eine Kneipe im Berliner Stadtviertel Kreuzberg. Gefrustet und heruntergekommen, säuft er zu viel und schuldet den falschen Leuten zu viel Geld. Doch es zeichnet sich ein Ausweg aus seiner Misere ab, als ihn sein ehemaliger CIA-Verbindungsmann und Leiter des Berliner CIA-Büros Clive Barner (Matthew Marsh) für einen Spezialauftrag reaktiviert. Die Mission: Licht soll die Amerikanerin und ehemalige Sprecherin des Whistleblower-Netzwerks „Hydraleaks“ Faye Morris(Michelle Meadows) überwachen und schützen, um so den untergetauchten Gründer des Netzwerkes Lucien Gell (Lars Eidinger) zu finden.

Gell steht nicht nur auf allen nationalen und internationalen Fahndungslisten, sondern wird auch beschuldigt, in einen brutalen Mord an drei amerikanischen „Hydraleaks“-Mitarbeitern in Marrakesch involviert zu sein. Faye Morris, die dem Attentat nur knapp entkommen ist, fliegt nach Berlin und verlangt dort vom CIA für Informationen über den „Staatsfeind Nr. 1“ Gell und die Whistleblower Immunität für ihre früheren Taten sowie das Recht auf eine Rückkehr in die USA. Gemeinsam mit Licht flieht Morris von einem Versteck zum anderen, nicht wissend, ob sie von den Attentätern oder Lichts skrupellosen Geldeintreibern gejagt werden. Dabei wird nach und nach deutlich, dass Licht nichts von seinem früheren Agentenhandwerk verlernt hat.

Von der Realität eingeholt

Keine Frage: „West Of Liberty“ ist ein echtes europäisches Projekt. Eine schwedisch-deutsch-englische Koproduktion, basierend auf der Romanvorlage des Schweden Thomas Engström aus dem Jahr 2013. Hier und da mit erstaunlichen Parallelen zu gegenwärtigen politischen Ereignissen. Reiner Zufall, wie es heißt. Seit Drehbeginn sei die Serienhandlung mehrfach von der Realität eingeholt worden, wie etwa die NSA-Enthüllungen von Edward Snowden oder die Verbreitung von Hillary Clintons E-Mails durch WikiLeaks. Produzent Gunnar Carlsson: „Wir haben mehr als einmal in die Zeitung geschaut und dort Entwicklungen wiedergefunden, die zuvor so ähnlich in unseren Drehbüchern standen. Als wir eine Szene drehten, in der Lucien Gell der Internetzugang entzogen wird, kommt einige Tage später die Nachricht, dass Ecuador die Onlineverbindung von Julian Assange gekappt hat. Es ist geradezu unheimlich, wie die Realität die Fiktion imitiert. Aber das gibt unserer Serie natürlich umso mehr Relevanz.“

So aktuell das Thema, so oldschoolig der Ansatz: „West Of Liberty“ ist ein Agententhriller klassischer Prägung. Wobei klassisch hier auch als synonym für „klischeehaft“ durchgehen kann. Qualitativ weit entfernt von ähnlich gelagerten Serien jüngeren Datums – man denke etwa an „Deutschland ’86“. Über weite Strecken der sechsteiligen Reihe plätschert es einfach nur vor sich hin. Auch die Synchro stört bei dieser als international angepriesenen Produktion gewaltig. MVP der Reihe: überraschenderweise nicht der hier etwas unterfordert wirkende Wotan Wilke Möhring, sondern „Whistleblower“ Lars Eidinger.

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