Miley Cyrus (foto: liam hemsworth)

Miley Cyrus

Vom Disney-Star zum Enfant Terrible zur ernsthaften Musikerin: Die Karriere von Miley Cyrus ist beispiellos. Seit 14 Jahren hält sich die Gute mittlerweile schon an der Spitze des Musikbusiness – und wird von Jahr zu Jahr besser.

Es mag wie ein Klischee klingen. Aber: Miley Cyrus, Jahrgang 1992, wurde das Showbiz tatsächlich in die Wiege gelegt. Ihre Mutter ist die Schauspielerin Leticia „Tish“ Jean Cyrus, ihr Papa der Country-Musiker Billy Ray Cyrus, der mit „Achy Breaky Heart“ zu Beginn der neunziger Jahre selbst einen (unwahrscheinlichen) Welthit landete. Und Country-Ikone Dolly Parton gehört ebenfalls zur Verwandtschaft. Die gute Miley kommt als Destiny Hope Cyrus zur Welt, erst 2008 lässt sie ihren Namen offiziell in Miley Ray Cyrus ändern – auch als Tribut an ihren Großvater Roland Ray Cyrus. Als Jung-Miley im Alter von elf Jahren für die Disney-Serie „Hannah Montana“ gecastet wird, lebt die Familie noch in Tennessee, zieht dann aber der Tochter zuliebe nach Los Angeles um.

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Die Hannah-Montana-Jahre

Im Grunde war es ja ein Zufall, dass Miley die Rolle der Hannah Montana ergatterte. Denn eigentlich bewarb sie sich für eine andere Rolle in der Serie. Zwar kam sie den Machern zunächst etwas zu zierlich vor, dennoch begeisterte sie mit ihren Gesangskünsten so sehr, dass man sie letztlich als „Hauptfigur“ unter Vertrag nahm. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Die Teenie-Sitcom, die zwischen 2006 und 2011 ausgestrahlt wurde, entwickelte sich zum Quoten-Hit. Die Prämisse: das Doppelleben eines Teenagers, der einerseits ganz normal zur Schule geht, gleichzeitig aber unter einem Alter Ego heimlich auch ein Popstar ist. Für Disney war die Serie eine Gelegenheit, an den Erfolg von „High School Musical“ anzuknüpfen. Cyrus wurde zum Teenie-Idol, und klar, der Erfolg wurde kräftig gemolken. In ihrer Zeit bei „Hannah Montana“ erschienen mehrere Alben: Los ging es mit „Hannah Montana“ (2006) und „Hannah Montana 2: Meet Miley Cyrus“ (2007), wobei letztgenannte Platte heute als Mileys erstes echtes Studioalbum gilt. Beide Alben, irgendwo zwischen (Teenie-)Pop, Rock und Country changierend, erreichten jeweils Platz eins der US-Billboard-Charts. Natürlich ging es auch auf Tour, die Nachfrage an Tickets damals: enorm.

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Schon vor dem Release des ersten Nicht-Hannah-Montana-Albums „Breakout“ (2008) sorgte Cyrus für den ersten kleinen Skandal. Bilder tauchten auf, die die gerade mal 15-Jährige bei einem Fotoshooting für „Vanity Fair“ vermeintlich oben ohne zeigten. Das Album selbst, für das Cyrus selbst mehrere Songs schrieb, ging dennoch steil, erreichte wieder Platz eins der US-Charts. Vornehmlich eine Pop-Rock-Platte, aber auch mit einigen Ausflügen in andere Genre-Gefilde. Im gleichen Jahr gab Cyrus an der Seite von John Travolta ihr Spielfilmdebüt in dem Film „Bolt“.

2009 war sie dann auch in einem Hannah-Montana-Kinofilm zu sehen. Natürlich gab’s dazu einen erfolgreichen Soundtrack, ein weiterer sollte zur neuen Serien-Staffel folgen. Außerdem hielt sie sich mit einer eigenen Mode-Linie busy. Deren Launch begleitete sie mit dem Release der Single „Party in the U.S.A.“, die zu einem Signature-Song für die Gute avancieren sollte. Mit der EP „The Times Of Our Lives“ im Gepäck ging es dann erstmals auf Welttournee.

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Can’t Be Tamed

Wie es dann mit Disney-Stars immer so ist: Irgendwann wollen sie aus ihrem Heile-Welt-Image ausbrechen. Bei Miley ging das augenscheinlich im Jahr 2010 los. Einerseits versuchte sie als Schauspielerin (etwa in „The Last Song“ im Jahr 2010 oder „LOL“ im Jahr 2012) ernst genommen zu werden. Und dann sorgte sie noch mit kleinen Skandälchen für kontroverse Schlagzeilen, die an ihrem Disney-Image kratzten. Mal erwischten Fotografen sie beim Salvia-Rauchen, dann wurde sie aus dem Filmprojekt „Hotel Trannsylvania“ geworfen, weil sie ihrem damaligen Freund Liam Hemsworth einen Geburtstagskuchen in Form eines Penisses kaufte und diesen ableckte.

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Auch ihre Songtexte wurden langsam provokanter. Auf „Can’t Be Tamed“, ihrem dritten Studioalbum (2010), kann man sich davon ganz gut überzeugen. Inhaltlich ging es auf dieser eher dem Dance-Pop zurechenbaren Platte darum, Ketten zu sprengen und auf Erwartungen zu pfeifen. Nicht jeder Fan ging diesen Wandel mit: nur Platz drei in den US Billboard 200. Auch der finale Soundtrack von „Hannah Montana“ wurde kommerziell eher als Misserfolg betrachtet.

Bangerz

Nach dem Ende ihrer „Hannah Montana“-Jahre machte Miley ernst. Einerseits flirtete sie heftig mit dem Hip-Hop-Genre. Andererseits fand sie in Larry Rudolph, der seinerzeit schon Britney Spears unter seinen Fittichen hatte, einen neuen Manager. Und ebenso wie bei der guten Britney, selbst ja auch ein ehemaliger Disney-Star, emanzipierte sie sich von ihren Kinderstar-Jahren durch ein neues, raunchy Image. Geprägt wurde das vor allem durch einen Auftritt mit Robin Thicke bei den MTV Music Awards 2013, bei dem sie Sex mit einem Foam Finger simulierte, außerdem mit Thicke twerkte. Bei der nächsten Single „Wrecking Ball“ ritt sie dann nackt auf einer Abrisskugel durchs Musikvideo.

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Abgerundet wurde das Ganze dann durch das Album „Bangerz“, das im Oktober 2013 auf den Markt kam. Miley selbst beschrieb die Platte als „Dirty South Hip-Hop“, tatsächlich wies sie aber auch Elemente aus R&B und Pop auf. Alles in allem war das, was Cyrus ihrem Publikum da kredenzte, erwachsener als das, was man bis dato so von ihr kannte. Zwar war die Platte, wohl auch wegen dem ganzen Gewese drumherum, kein Kritiker-Liebling, dennoch landete es wieder auf Platz eins. Danach ging es, klar, auf Tour.

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Miley Cyrus & Her Dead Petz

Im Jahr 2014 wurde Miley von den Psychedelic-Rock-Legenden Flaming Lips angefragt, die sich gerade anschickten, ein Beatles-Tribute-Album aufzunehmen. Auf „With A Little Help From My Fwends“ (2014) ist Miley gleich auf zwei Songs zu hören, „Lucy in the Sky With Diamonds“ und „A Day in the Life“. Die Kollaboration führte dazu, dass Flaming-Lips-Frontmann Wayne Coyne sich revanchierte und Cyrus bei ihrem fünften Studioalbum unter die Arme griff. Das erschien schließlich im August 2015 unter dem Titel „Miley Cyrus and Her Dead Petz“ und ist bis heute nur online verfügbar. Ursprünglich war die Platte gar nicht mal so erfolgreich, heute gilt sie aber als Wegbereiter für Musik, wie sie von Billie Eilish oder (mittlerweile) Lana Del Rey gemacht wird.

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Younger Now

Hatte man sich gerade an Dirty Miley gewöhnt, schlug die Gute wieder kreative Haken. Nachdem sie unter anderem als TV-Jurorin bei „The Voice“ fungierte, machte sich Cyrus an die Arbeit zu Studioalbum Nummer sechs – und orientierte sich zur Überraschung aller wieder in Richtung Country-Pop. „Younger Now“ erschien im September 2017. Eine Rückkehr zu den Wurzeln, wenn man so wollte, eine fast schon konservative Platte – und auch ein Versuch, ihrer skandalumwitterten Außendarstellung mal wieder etwas entgegenzusetzen. So richtig nahm man ihr das aber alles nicht ab – nur Platz fünf in den US Billboard 200 Charts für Cyrus unterstreichen das.

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Die Gute ließ sich davon allerdings nicht unterkriegen, schien den „Misserfolg“ auch etwas vorausgeahnt zu haben. Die EP „She Is Coming“, erschienen im September 2019, sah denn auch wieder eine etwas andere Miley. Gemeinsam mit Mark Ronson schuf sie hier sechs Pop-Songs, die mit Elementen aus Trap, Hip Hop, R&B und Rock spielten – und verlieh sich selbst so wieder etwas Rückenwind für ihr nächstes großes Projekt.

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Plastic Hearts

Im August 2020 veröffentlichte Cyrus den ihre erste Single des neuen Jahrzehnts. „Midnight Sky“ war dabei eine Verneigung vor den achtziger Jahren, ein Hybrid aus Disco, Synthie-Pop, Pop-Rock und Electro-Pop – und der erste Verweis auf ihr neues Album „Plastic Hearts“, das im November 2020 auf den Markt kommen sollte.

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DISCOGRAPHY

2007: Meet Miley Cyrus
2008: Breakout
2010: Can’t Be Tamed
2013: Bangerz
2015: Miley Cyrus & Her Dead Petz
2017: Younger Now
2020: Plastic Hearts

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