Lutz van der Horst ist unter die Autoren gegangen. Der Comedian, bekannt als Außenreporter der „ZDF heute show“, hat seinen ersten Roman geschrieben: „Konfettiblues“ ist die Geschichte eines erfolglosen Komikers, der die Liebe sucht.
Max, Ende 20 und Comedyautor, hat sich schon die Karriereleiter emporsteigen sehen. Er hat den Gig seines Lebens gelandet und ist der Moderator seiner eigenen Show. Allerdings nur dreimal. Dann zieht der Sender ihm den Stecker – und das noch nicht einmal im persönlichen Gespräch, sondern hintenrum. Max erfährt aus der Fernsehzeitschrift, dass seine Show abgesetzt wurde. So muss er sich nun schlecht gelaunt und zynisch als Gag-Schreiber für Formate, die ihm nichts bedeuten, über Wasser halten. Drogen und Alkohol begleiten ihn dabei. Und auch in Sachen Liebe sieht es mau aus. Der hübsche Typ aus dem Club, Yuma, die vermeintlich neue größte Liebe seines Lebens, will nach einer gemeinsamen wilden Nacht nichts mehr von ihm wissen. Und schlägt in dem bisexuellen Max nicht vielleicht auch noch irgendwie ein Herz für die Ex?
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Händchen für das Tragikkomische
Eigentlich kennt man Lutz van der Horst ja eher als schlagfertigen und spitzzüngigen Außenreporter bei der „ZDF heute show“. Als Autor zeigt sich der ausgewiesene Horror-Fan von einer ganz neuen, unbekannten Seite: van der Horst gibt den Nick Hornby. In „Konfetti Blues“ lässt der Gute seinen Protagonisten allerlei Fettnäpfchen, Enttäuschungen, Liebeskummer und peinliche Momente durchleben, zeichnet dabei nicht nur ein Porträt der Mediengesellschaft, sondern verarbeitet dabei auch sein eigenes Leben als queerer Comedy-Autor zu Beginn der Nuller Jahre. Zwar lässt van der Horst nicht durchblicken, wieviel von Max wirklich autobiografisch ist, dass aber auch er damals durch eine große Krise gegangen ist, verrät er schon.
Rund 20 Jahre hat er an dem Buch immer wieder mal gearbeitet, sein Management habe ihm allerdings immer wieder davon abgeraten, das Werk zu veröffentlichen. Jetzt schien van der Horst die Zeit aber reif – zum Glück. Denn mit seinem Erstling beweist der Kölner, dass in ihm ein unterhaltsamer Autor steckt, der so ganz anders sein kann als im Fernsehen, sehr feinfühlig – und der ein Händchen für Tragikkomik hat. Während man in einem Moment noch lacht, versetzt es einem im nächsten einen Stich ins Herz.
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