Little Steven and the Disciples Of Soul – Summer Of Sorcery

Little Steven and the Disciples of Soul - Summer Of Sorcery (foto: universal music)

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Während Bruce Springsteen sich gerade anschickt, ein neues Album im Alleingang zu veröffentlichen, drehen die Mitglieder seiner E Street Band keineswegs Däumchen. Allen voran Little Steven aka Steven Van Zandt. Der Mann hat gerade seinerseits mit „Summer Of Sorcery“ eine neue Platte vorgelegt – die erste mit gänzlich neuem Material von ihm seit 20 Jahren.

Keine Frage: Neben dem leider bereits verstorbenen Clarence Clemons war und ist Steven Van Zandt das Gesicht der E Street Band. Allerdings hat sich der Gute längst auch von der Gruppe emanzipiert und im Alleingang eine illustre Karriere aufgebaut. Einerseits als Schauspieler (“The Sopranos”, “Lilyhammer”), aber eben auch als Solo-Musiker.

Nach mehreren politischen und sehr persönlichen Alben, vornehmlich in den achtziger Jahren erschienen, besinnt sich Little Steven auf „Summer Of Sorcery“ nun auf die Alben und die Musik, mit denen beziehungsweise. mit der er groß geworden ist. Und so ist sein neues Machwerk durchaus als Konzeptalbum zu verstehen. Ein Konzeptalbum, mit dem er Geschichten transportieren will.

“My first five albums in the ‘80s were both very personal, and very political”, sagt Steven Van Zandt. “I wanted the new material to be more fictionalized. The way records were when I grew up. Before it was an artform. The concept was capturing and communicating that first rush of summer. The electricity of that feeling of unlimited possibilities. Of falling in love with the world for the first time. Obviously, there are occasional personal references, and a bit of what’s going on socially scattered throughout, but I achieved what I set out to do. I created a collection of fictional movies scenes that feel like summer. I’m quite proud of it.”

Eine Art Sommerplatte also. Und ja, dieses Feeling vermag die zwölf Songs umfassende Scheibe durchaus zu versprühen. Es gibt viel Soul-Rock, klar, der an den Sound der US-amerikanischen Ostküste der siebziger und achtziger Jahre, den Klang New Jerseys, erinnert. Ein bisschen funky und bluesy darf es dann und wann auch mal sein. Insgesamt geht es ziemlich bunt zu. Tracks wie “Soul Power Twist” verströmen einfach gute Laune, der achtminütige Titelsong gar den Geruch des Sommers. Überraschend: “Party Mambo” mit seinem Latin-Einschlag. Politisch sind im Grunde nur zwei Songs: das waffenkritische “Superfly Terraplane” und “Gravity”, das den aktuellen Zustand der USA unter Trump verhandelt.

Wer die Songs gerne live erleben will: Little Steven wird für zwei Konzerte nach Deutschland kommen: am 28. Mai spielt er im “Huxley’s” in Berlin, am 5. Juni in der “Fabrik” in Hamburg.

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Fazit: Lebhaft.

Anspieltipps: Communion, Summer of Sorcery, Soul Power Twist, A World Of Our Own, Superfly Terraplane

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