Lindenberg! Mach dein Ding (foto: dcm)

Lindenberg! Mach dein Ding

Erscheinungsdatum
August 21, 2020
Verleih
DCM
Unsere Wertung
7.5
7.5
Überzeugend.
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Mit mehr als 4,4 Millionen verkauften Tonträgern gehört Udo Lindenberg zweifellos zu den ganz Großen der deutschen Rockmusik. Ein Stehaufmännchen, das auch heute (wieder) Stadion um Stadion ausverkauft. Der Film „Lindenberg! Mach dein Ding“ erzählt den Anfang seiner Geschichte. Der Streifen liegt nun fürs Heimkino vor.

Keine Frage: Die Lindenberg’sche Lebensgeschichte hätte genug Stoff hergegeben, um eine ganze Serie daraus zu machen. Regisseurin Hermine Huntgeburth versuchte daher erst gar nicht, das pralle Leben des guten Udo in etwas mehr als zwei Stunden Spielfilm zu pressen. Sie entschied sich dafür, sich auf die frühen Jahre von Lindenberg zu konzentrieren. Und so deckt der Film die Zeitspanne von Udos Kindheit im westfälischen Gronau bis zum ersten, alles entscheidenden Bühnenauftritt in Hamburg 1973 ab. Seine Anfänge als hochbegabter Jazz-Schlagzeuger. Sein abenteuerliches Engagement in einer Basis des US-Militärbasis in der Libyschen Wüste. Die Rückschläge mit seiner ersten LP und seinen Durchbruch mit Songs wie „Mädchen aus Ost-Berlin“ oder „Hoch im Norden“ und „Andrea Doria“. Es ist die Geschichte eines jungen Mannes aus der westfälischen Provinz, der eigentlich nie eine Chance hatte, und sie doch genutzt hat. Ein Junge, der Deutschlands bekanntester Rockstar wurde – und ein Idol in Ost und West. 

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Bülow überzeugt als Lindenberg

Ausnahmetalent Jan Bülow gibt den Lindenberg hier recht überzeugend. Schnoddrig, oft mit glasigem Blick und leicht geöffnetem Mund, mal energetisch, mal apathisch. Ziemlich authentisch, ohne aber zu dick aufzutragen. Dafür gab’s sogar Applaus vom Original, das sich am Ende auch mal zeigen darf. Ein MVP ist aber sicherlich Charly Hübner als griesgrämiger, vom Leben enttäuschter Klempner-Papa, der – wie auch Udo – dem Alkohol etwas zu sehr zugeneigt ist. Die beiden dürfen in einer überaus gelungenen Kulisse performen; die 1970er wurden liebevoll bis ins letzte Detail nachgestellt, sowohl im beklemmenden Gronau als auch im rauschenden Hamburg. Das macht dieses Biopic am Ende rund – und zu einem unterhaltsamen Filmerlebnis, selbst wenn man es mit der Musik des guten Udo jetzt nicht so hält.

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