Lianne La Havas - Lianne La Havas (foto: warner music)

Lianne La Havas – Lianne La Havas

Erscheinungsdatum
Juli 17, 2020
Label
Warner Music
Unsere Wertung
7
Anspieltipps
Weird Fishes
Bittersweet
Seven Times
7
Gelungenes Comeback.
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„Lianne La Havas“. Schlicht und ergreifend, aber auch ultimativ selbstbewusst. So ist nach fünf Jahren Veröffentlichungs-Pause das Comeback-Album der gleichnamigen britischen Soul-Sängerin betitelt, auf dem die Gute ziemlich erwachsen klingt.

Wenn sich Lianne La Havas Inspiration sucht, beobachtet sie schon mal gerne die Veränderungen des Blattwerk vor ihrem Fenster in South London. Klingt ebenso erbaulich wie banal, ist aber beides falsch. Denn dieser Prozess regt durchaus zum Nachdenken an. „Eine Blume muss austrocknen und sterben, um wiedergeboren zu werden“, sagt La Havas. „Du musst deinen Tiefpunkt erreichen, um dich selbst wieder aufzubauen.“

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Und offenbar hat La Havas viel Zeit in den vergangenen Jahren damit verbracht, sich nach dem Tod ihres Mentors Prince und dem Ende einer langen Beziehung aufzubauen und zu erkunden. Immer wieder pendelte die Musikerin zwischen dem UK und den Vereinigten Staaten hin und her, um an ihrem Songwriting zu feilen und ihre eigene Identität zu erforschen. Gefunden hat sie eine erwachsene Frau, die sich nun auch traut, musikalisch sexy zu sein. „Ich bin jetzt eine erwachsene Frau, daher bin ich weniger schüchtern und zaghaft, wenn es darum geht, bestimmte Dinge zu sagen“, so La Havas. „Und es gibt kein Falsch oder Richtig, wenn es dein eigenes Album ist. Auch deshalb ließ ich es sehr zu.“ Das neue Selbstbewusstsein spiegelt sich etwa in Songs wie „Sour Flower“, wenn La Havas zu Protokoll gibt: „I’m done with settling for so much less than I deserve“.

Soul – und das ganz authentisch

Wie man den Sound am besten beschreiben würde? Nun, anders als bei ihrem Debütalbum „Is Your Love Big Enough“ (2012) hat La Havas kein Problem mehr damit, wenn man ihr den Stempel „Soul-Sängerin“ aufdrückt. Sie definiert diese Genre-Bezeichnung einfach so, dass es für sie passt. „Ich habe immer gesagt, dass ich denke, jedes Genre kann soulvoll sein, solange du in der Musik deine Wahrheiten erzählst“, sagt sie. „Soul bedeutet für mich, eine authentische Reaktion auf ein authentisches Gefühl zu zeigen.“

Diese Soul-Idee (am klassischsten: „Bittersweet“) ist mit Elementen aus R&B, Folk, Rock und Bossa Nova verwoben. Hier und da erinnert La Havas Sound an den brasilianischen Sänger, Songwriter und Gitarristen Milton Nascimento (siehe: „Seven Times”). Manchmal hört man aber auch die Curveball-Akkorde von Joni Mitchell und Jaco Pastorious’ Jazz-Erkundungen („Green Papaya”). Oder Al Green („Read My Mind”). Und dann ist da auch noch ein lupenreines Radiohead-Cover („Weird Fishes“). Kann man mal so machen, zumal sie dem Stück, das sie ja auch schon vor Jahren auf dem Glastonbury-Festival gespielt hat, ihren ganz eigenen Stempel aufdrückt.

Ganz selbstbewusst.

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