Kurt Vile - (watch my moves) (foto: verve records)

Kurt Vile – (watch my moves)

Erscheinungsdatum
April 15, 2022
Label
Verve Records
Unsere Wertung
9

Premiere für US-Gitarrist, Sänger und Songwriter Kurt Vile: Der Musiker aus Lansdowne, Pennsylvania hat heute das Album “(watch my moves)” veröffentlicht. Es ist das erste auf seinem neuen Label Verve Records. Ein Album, das sagen will: Alles gut.

Nein, Kurt Vile lässt sich nicht lumpen. Der 42-Jährige haut mit „(watch my moves)“ einen Longplayer raus, der diesen Namen wirklich verdient hat. 15 Titel mit einer Gesamtspieldauer von einer Stunde und 14 Minuten kredenzt uns das frühere The-War-On-Drugs-Mitglied hier. Ein lebendiges und gleichzeitig meditatives Album. Geschliffene Aphorismen, verzerrte Gitarren und rauschende Synthesizer schaffen hier einen Sound, zu dem man die Seele baumeln lassen möchte. Die Grenzen zwischen Singen und Sprechen verwischen. Es ist ein modernes, verträumtes Slacker-Album. Wie gemacht für Frühlingsnachmittage auf dem Balkon. Hängematten-Mucke. Der Klang der Entschleunigung.

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Kurts neues Album – es ist das insgesamt achte – stammt aus einer Zeit, in der er physisch an einem Ort blieb. Es war Zeit, für ihn runterzufahren. Kurz vor der Pandemie stand der Gute vor einem Burn-Out, wie er in einem Interview mit dem Tagesspiegel verriet.   Er hat daraus offenbar die richtigen Schlüsse gezogen. „Meine Lieblingsbeschäftigung ist es heutzutage, morgens nach dem Frühstück am Fenster zu sitzen, Kaffee zu trinken, zu lesen und Sun Ra zu hören, während die Sonne durch die Bäume des Waldes scheint“, erzählt Vile. „In diesem Moment ist das alles, was ich je brauchen werde, um zu reisen. Diese Platte verkörpert all das – zwei Jahre verstreichen zu lassen und in meiner Zone zu bleiben, die ganze Zeit zu reisen, in meinem Kopf, am Klavier oder auf meiner Gitarre.“

Überraschendes Springsteen-Cover

Zu den Glanzlichtern gehört dabei das überraschende Springsteen-Cover „Wages of Sin“, das Vile sich auf die bestmögliche Art und Weise zu eigen macht. Auch „Goin on a Plane Today“, „Mount Airy Hill (Way Gone)“ und „Fo Sho“, die durchaus an seine früheren Arbeiten erinnern, bleiben aus dieser geradezu epischen Balladensammlung haften.

Übrigens: So intim das Album auch wirkt, ein Alleingang war es nicht. Vile arbeitete hier unter anderem mit den Violators, Rob Schnapf, Chastity Belt, Avant-Pop-Künstlerin Cate Le Bon sowie den Schlagzeugerinnen Stella Mozgawa (Warpaint, Courtney Barnett), Sarah Jones (Hot Chip, Harry Styles) und James Stewart vom Sun Ra Arkestra zusammen.

Anspieltipps
Goin on a Plane Today
Wages of Sin
Mount Airy Hill (Way Gone)
Fo Sho
9
Pure Entschleunigung.
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