Kat Frankie – Bad Behaviour

Kat Frankie - Bad Behaviour (foto: grönland records)

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7 Grönland Records
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Auf ihrem neuen Album “Bad Behaviour” – dem Nachfolger zu “Please Don’t Give Me What I Want” (2012) – orientiert sich die Wahl-Berlinerin Kat Frankie noch weiter in Richtung Pop. Im Falle der Australierin ist das aber keine schlechte Sache. Ganz im Gegenteil.

Eigentlich fing die gute Kat ja mal als Singer-Songwriterin an: Sie spielte mit ihrer Gitarre in kleinen Pubs, wurde in Berlin von Kitty Solaris unter ihre Fittiche genommen und spielte Antifolk, der irgendwie aber nicht so recht zu ihr passen wollte. Über die Jahre wurde die Mucke der Guten dann aber doch vielfältiger, poppiger. Nicht zuletzt, weil Frankie die Loop-Station für sich entdeckte und damit zu arbeiten begann. “Das ist so ein einfaches Instrument, aber man kann damit so viel machen! Ich fühlte mich einerseits in meine Kindheit zurückversetzt. Aber andererseits erschloss ich mir mit den Harmony Vocals, die ich mit mir selbst singen konnte, ganz neue Stile“, so Frankie, die plötzlich auch auf Elemente aus R’n’B, Gospel, Doo Wop und Soul zu setzen begann.

“Bad Behaviour“ ist nun der nächste Schritt in dieser Entwicklung. Recht furchtlos stellt sie hier die düsteren, melancholischen Songwriter-Elemente jenen grellen aus der Pop-Ecke gegenüber. Thematisch geht es in den zehn Songs, klar, um die Liebe und um den Schmerz, den sie verursachen kann, aber auch um die Freude, die sie entstehen lassen kann. Und nicht zuletzt geht es auch viel um Sex: “Ich hab noch nie ein Album gemacht, dass so voller Sex war wie dieses“, sagt Frankie.

Glanzlichter gibt es auf dem Machwerk viele. Das funkige Titelstück etwa. Das leicht rockende “Home”. Das melancholische “Forgiveness”. Oder die Ballade “Finite”. Um nur einige zu nennen. Bleibt zu hoffen, dass das nächste Solo-Album nicht wieder sechs Jahre auf sich warten lässt.

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Fazit: Kat Frankie ist nicht mehr nur das traurige Mädchen mit der Gitarre.

Anspieltipps: Bad Behaviour, Home, Forgiveness

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