Girl (foto: universum film gmbh)

Girl

Erscheinungsdatum
Februar 22, 2019
Verleih
Universum Film GmbH
Unsere Wertung
8
8
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Berührendes Coming-of-Age-Drama: „Girl“ erzählt die leidvolle Geschichte eines Transgender-Mädchens, das Balletttänzerin werden will. Der Debüt-Film des belgischen Regisseurs Lukas Dhont liegt nun fürs Heimkino vor.

Lara (Victor Polster) ist 15 und hat einen Traum: Sie möchte unbedingt Balletttänzerin werden. Als sie an einer renommierten Akademie unter Vorbehalt angenommen wird, zieht sie mit ihrem Vater Mathias (Arieh Worthalter) und ihrem kleinen Bruder Milo (Oliver Bodart) nach Brüssel. Währenddessen versucht Lara noch einen zweiten Kampf zu gewinnen: Sie will sich einer Geschlechtsumwandlung unterziehen. Äußerlich ist sie bereits ein Mädchen, doch ihr Körper ist noch der eines Jungen. Ihr Vater unterstützt sie bei ihrem Vorhaben, begleitet seine Tochter bei jedem Schritt und ist für sie da, genau wie Psychologen und Ärzte. Doch der Leistungsdruck auf die junge Ballerina ist enorm und nebenbei wird Lara durch ihre Mitschülerinnen und Mitschüler ins heißkalte Wasser der Pubertät geworfen. Das kräftezehrende Training zwingt Lara schließlich zur Selbstkasteiung, mit der sie wiederum ihre Operation aufs Spiel setzt. Ihre beiden großen Träume scheinen sich immer mehr zu widersprechen. Als die Ärzte ihr schließlich das Ballett verbieten, trifft Lara eine folgenschwere Entscheidung, mit der sie endgültig zur Frau werden will …

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Nein, „Girl“ ist kein perfekter Film. Dafür bleibt viel zu viel im Ungefähren – gerade die Vorgeschichte der Familie der Protagonistin. Doch das ist letztlich Meckern auf hohem Niveau. Viel beeindruckender ist, wie klischeefrei Lukas Dhont Laras Geschichte erzählt. Wie er immer ganz eng an der Hauptfigur bleibt; den Zuschauer ihr Leiden, ihren Druck spüren, ja, miterleben lässt. Und das durch recht drastische Szenen. Großes Kino. Dass der Film so gut funktioniert, liegt natürlich auch am herausragenden Victor Polster, einem jungen belgischen Tänzer, der von Dhont entdeckt und für den Film engagiert wurde, obwohl er zuvor gar keine schauspielerischen Ambitionen hatte. Nennt man dann wohl Naturtalent.

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