Eric Clapton - Happy Xmas (foto: bushbranch records/surfdog records)

Eric Clapton – Happy Xmas

Erscheinungsdatum
Dezember 7, 2018
Label
Polydor/Universal Music
Unsere Wertung
5.5
Anspieltipps
It's Christmas
Christmas Tears
5.5
Durschschnittsware.
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Es ist so sicher wie der erste Lebkuchen im August: Rechtzeitig vor dem Fest der Feste entdecken die Größen der Musik-Zunft ihr Faible für Kitsch und Kommerz, streifen sich den Rentier-Pulli über und veröffentlichen ein schnell zusammengeschustertes Weihnachtsalbum. Diesmal an der Reihe: Eric Clapton. „Happy Xmas“ ist soeben erschienen.

Ist es die Lust am Kommerz? Die Hoffnung auf das schnell verdiente Geld kurz vor Weihnachten? Oder der sportliche Ehrgeiz, dem Radiohörer in der Festtagssaison eine brauchbare Alternative zu Whams „Last Christmas“ zu bieten? Man weiß es nicht. Fakt ist: Viele haben sich am Weihnachtslied probiert. Elvis Presley. Johnny Cash. Christina Aguilera. Bad Religion. Helene Fischer. Kylie Minogue. Die Beach Boys. Mein Gott, selbst Bob Dylan. Die meisten sind gescheitert.

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Nun versucht sich also Slowhand höchstpersönlich, Gitarren-Legende Eric Clapton, der einst Tränen vom Himmel regnen ließ. Mit „Happy Xmas, das auf seinem eigenen Label Bushbranch Records/Surfdog Records erschienen ist, legt er den Nachfolger zu seinem erfolgreichen „I Still Do“-Longplayer aus dem Jahr 2016 vor. Es ist die insgesamt 24. Studioveröffentlichung des nunmehr 73-Jährigen, für die der Gute sogar das Cover selbst gestaltet hat.

Viel Erwartbares

Klingt ambitioniert, ist es aber nicht wirklich. Auf der Platte findet sich vor allem Erwartbares – also natürlich jede Menge – zum Teil wirklich schon tot gespielte – Klassiker (etwa „White Christmas“, „Silent Night“). Interessanter sind die Interpretationen einiger eher unbekannterer Weihnachtssongs. Natürlich allesamt mit einem Blues-Einschlag. Funktioniert mal mehr („It’s Christmas“, „Christmas Tears“), mal weniger („Jingle Bells“, das Clapton dem verstorbenen Avicii gewidmet hat). Dazu gibt es eine Neukomposition, „For Love On Christmas Day“, die aber schnell in Vergessenheit gerät.

Insgesamt wirkt die Platte nicht sonderlich inspiriert, sondern mehr wie eine Fingerübung der guten Eric. Tut aber auch nicht sonderlich weh. Man wird beim Auflegen sicher nicht vom Weihnachtsessen ausgeschlossen.

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