Dracula, die Drölfzigste: Diesmal versucht sich der französische Regisseur Luc Besson an der Verfilmung des klassischen Horror-Stoffs. „Dracula – Die Auferstehung“ liegt nun fürs Heimkino vor.
Im 15. Jahrhundert wendet sich der transsilvanische Prinz Vlad II, Graf von Dracul (Caleb Landry Jones), nach dem grausamen Verlust seiner angebeteten Frau Elisabeta (Zoe Bleu), voller Zorn von der Kirche ab. In seiner unbändigen Trauer tötet er einen Priester, verflucht Gott – und wird zum ewigen Leben verdammt. Er wird zu Dracula. Als bluttrinkender Vampir muss er fortan durch die Jahrhunderte irren. Dracula ist von der finsteren Hoffnung besessen, irgendwann mit seiner großen Liebe wiedervereint zu sein. 400 Jahre später scheint er sie in Paris gefunden zu haben, in Gestalt der verführerischen Mina.
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Nun also auch Luc Besson. Der französische Regisseur („Léon – der Profi“, „Das fünfte Element“, „Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“I ist so wie viele seiner Kollegen vor ihm dem Charme von Bram Stokers Dracula-Stoff erlegen. Sein Film, zu dem er auch das Drehbuch schrieb, hebt sich aber doch deutlich von denen seiner vielen Vorgänger ab. In weiten Teilen kommt „Dracula – Die Auferstehung“ eher als Gothic-Romanze daher. Besson hat sich also etwas an Francis Ford Coppola orientiert, der Draculas menschliche Vorgeschichte ebenfalls in den Fokus rückte. Besson nutzt aber nicht so sehr den feinen Pinsel, sondern den dickeren Strich. Er lässt es in gewohnter Manier krachen. Warum er sich in diesem visuell überzeugenden Film so dreist bei Kollegen bedient (neben Coppola etwa bei Tom Tykwers „Das Parfüm“), bleibt sein Geheimnis. Die Cast – zu der auch Christoph Waltz als Van Helsing gehört – macht ihre Sache gut. Caleb Landry Jones legt als Blutsauger eine überzeugende Performance hin.
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