Bonnie "Prince" Billy - I Have Made A Place (foto: domino recording)

Bonnie „Prince“ Billy – I Made A Place

Erscheinungsdatum
November 15, 2019
Label
Domino Records
Unsere Wertung
7
7
Gelungenes Comeback.
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Mit „I Made A Place“ legt Bonnie „Prince“ Billy das erste Album mit durchweg neuem, eigenem Material seit 2011 vor.

Nein, auf der faulen Haut hat Bonnie „Prince“ Billy in den vergangenen Jahren natürlich nicht gelegenen. Im Gegenteil, er war sogar ziemlich umtriebig. In den letzten fünf Jahren hat er Songs von Susanna Wallumrod, Mekons, Merle Haggard und sogar sich selbst gecovert. Außerdem hat er mit Kollegen wie Bryce Dessner oder den Bitchin Bajas zusammengearbeitet und veröffentlicht. Aber: Neue Bonnie-Songs, die gab es eben zuletzt im Jahr 2011 („Wolfroy Goes To Town“).

Nun hatte Will Oldham, so der bürgerliche Name von Bonnie „Prince“ Billy aber ein Einsehen und ist mit neuem Material am Start. Und mit dem muss er sich offenbar erstmal in den veränderten Gegebenheiten im Musik-Biz zurechtfinden.

„In den letzten Jahren wurde die ganze Musikwelt in der Art und Weise, wie diese Musik konzipiert, wahrgenommen, aufgenommen, veröffentlicht und verbreitet wird, atomisiert. Ich hielt den Atem an und wartete darauf, dass der Sturm vorüberging. Aber dieser Sturm bleibt und seine Verwüstung ist unsere neue Landschaft. Was kann ein Mensch hier also mehr tun, als das, was er kennt und fühlt. Was für mich bedeutet, Platten zu machen, die aus Liedern gebaut sind, die für intime Hörerlebnisse wunderbarer Fremder gedacht sind, die geistig und musikalisch etwas teilen. Ich begann an diesen Songs zu arbeiten und dachte, dass ich sie auf keinen Fall beenden und aufnehmen und veröffentlichen würde. Dies war eine konstruktive Einstellung, die die Songs bis zu diesem schrecklichen Moment schützte, als wir sie losließen und sie Dir gaben. „

Immer noch der Alte

Da wirkt es fast tröstlich, dass der ebenso beliebte wie schrullige Country- und Folk-Exot sich auf der Platte weitgehend treu bleibt. Ein Fels in der Brandung. Oder im Sturm, um im Bild zu bleiben. Die letzte Bastion des New Weird America. Im Gegensatz zu seinen früheren Werken kommen Billys Song aber heute opulenter daher, sind nicht mehr so spartanisch instrumentiert. Auch hat er sich als Sänger durchaus gemacht.

Ein Glanzlicht auf dem neuen Machwerk: der optimistische Country-Jam „At The Back of the Pit“, der von den Dingen handelt, die wir lieben und was man damit macht, wenn es Zeit wird, unsere mühsam errichtete und wieder zerstörte Welt zu verlassen (und wiedergeboren zu werden). Auch das unter die Haut gehende, aber durchaus Hoffnung versprühende „Dream Awhile“, ein gefühliges Duett mit Joan Shelley, bleibt haften.

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