Barbra Streisand - Release Me 2 (foto: sony music)

Barbra Streisand – Release Me 2

Erscheinungsdatum
August 6, 2021
Label
Sony Music
Unsere Wertung
7
Anspieltipps
Be Aware
I'd Want It To Be You (mit Willie Nelson)
One Day (A Prayer)
If Only You Were Mine (mit Barry Gibb)
7
Macht Lust auf ein "echtes" Album.
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Eigentlich wollte Barbra Streisand ja ein komplett neues Album einspielen. Dann aber kam die Pandemie. Und so hat die Gute stattdessen in ihren Archiven gekramt. Das Ergebnis liegt nun vor: „Release Me 2“, ein Sammlung von bisher unveröffentlichten Songs, die im Laufe der großen Karriere der New Yorker Diva in der Schublade landeten. Zum großen Teil zu Unrecht, wie diese Kollektion beweist.

Ja, auch den ganz Großen hat die Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht. Streisand hatte eigentlich große Pläne, sammelte schon fleißig Material für den offiziellen Nachfolger ihres 2018er Studioalbums „Walls“. Aber: Um ein Album einzuspielen und aufzunehmen, muss man sich eben mit anderen Menschen treffen. Zumindest, wenn man nicht gerade zur Generation Bedroom-Pop gehört. Und so entschied sich Streisand, die Schubladen aufzumachen und nach Songs zu suchen, die in der Versenkung verschwunden sind. Und während sich bei unsereiner in den Schubladen vor allem irgendwelcher Krimskrams befindet, förderte die Streisand eben ein paar echte Perlen zutage. „Für mich ist das Studio eine Kombination aus musikalischem Spielplatz und Laboratorium. Ein privates Heiligtum, in dem immer die Möglichkeit besteht, einen Blitz in einer Flasche zu fangen. Wann immer diese Art von Magie passiert, ist das ein extrem befriedigender Moment. Manchmal jedoch, wenn das Arrangement nicht so recht funktioniert oder der Song nicht mehr zum Klang des Albums passt, für das er gedacht war, wandern die Bänder zur sicheren Aufbewahrung in den Tresor“, so Streisand.

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Trip down memory lane

Die Arbeit an dieser zweiten Ausgabe von „Release Me“ – die erste erschien 2012 – sei für sie ein schöner Spaziergang in die Vergangenheit gewesen, sagt Streisand. Dem einen oder anderen Song habe sie nochmal einen letzten Schliff gegeben. Zu den Glanzlichtern der Platte gehören dabei sicherlich „Be Aware“ und „One Day (A Prayer)“. „Be Aware“, seinerzeit von Burt Bacharach und Hal David als Antwort auf die Notlage des Welthungers und obdachloser Kinder geschrieben, wurde einst im Studio aufgenommen, um ein Arrangement für Barbras Auftritt im TV-Special „Singer Presents Burt Bacharach“ 1971 zu haben. Produziert von Burt Bacharach und Barbra Streisand wurde „Be Aware“ sowohl 1971 und 2020 aufgenommen. Ein Song, der auch heute noch aktuell ist. So traurig das eigentlich ist.

Mit einer Melodie von Michel Legrand und einem Text von Alan Bergman und Marilyn Bergman ist „One Day (A Prayer)“ derweil eine hoffnungsvolle Botschaft des Friedens. Barbra nahm den Song bei drei Gelegenheiten in den Jahren 1968 und 1969 auf. Jeweils mit einem anderen Arrangeur. Alle drei Versionen wurden im Tresor archiviert, bis 1990 eine Rohmischung des Don-Costa-Arrangements in der Sendung „The Earth Day Special“ (ABC) ausgestrahlt wurde. Und mit einem Video, in dem Barbra den Song performte. „Release Me 2“ präsentiert das Don-Costa-Arrangement dieser Hymne. Produziert von Barbra Streisand und Wally Gold wurde „One Day (A Prayer)“ im Jahr 1968 aufgenommen.

Große Namen geben sich die Klinke in die Hand

Und auch Streisands Interpretation von Carole Kings „You Light Up My Life“ ist großes Kino. Die Nummer stammt aus Kings „Fantasy“-Album (1973). Sie wurde von Streisand ein Jahr später für ihr „Butterfly“-Album aufgenommen, schaffte es dann aber letztlich nicht auf die Tracklist. Schade eigentlich.

Ansonsten geben sich auf dem wunderbar kuratierten „Release Me 2“große Songwriter und Komponisten die Klinke in die Hand. Neben King, Bacharach, Legrand und Hal David sind das illustre Namen wie den Bergmans, Barry Gibb, Randy Newman, Harold Arlen und „Yip“ Harburg, Steve Dorff, Paul Williams und Kenny Ascher sowie Walter Afanasieff und John Bettis. Auch das eine oder andere Duett findet sich auf der Setlist, die Liste der Gesangspartner reicht von Willie Nelson über Barry Gibb („If Only You Were Mine“, das eigentlich auf Streisands 2005er Album „Guilty Pleasures“ landen sollte) – bis hin zu Muppet-Superstar Kermit, der Frosch.

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