Andrew Collberg (foto: Frederike Wetzels)

Andrew Collberg – Long Blonde Hair

Songwriter Andrew Collberg ergründet auf seinem kommenden Album „A Modern Act“ die menschliche Natur. Genauer: Er hat das Naturell von Künstlern, die ein paarmal zu oft gehört haben, dass sie „für Höheres bestimmt sind“ erforscht und ihnen ein Album gewidmet. Die erste Single „Long Blonde Hair“ erzählt mit Augenzwinkern die Geschichte eines alternden Rockstars, der nicht mehr im Rampenlicht steht – oder vielleicht nie stand? Der Clip dazu: unser Video der Woche.

„Diese Musiker kennt doch jeder – Sie werden älter, verlieren die Haare, aber versuchen es cool zu spielen – Aber letztendlich müssen sie sich doch eingestehen, dass sie sich selbst in die Tasche lügen – Menschen, die gar nicht wissen, wer sie eigentlich sind.“ 

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Andrew Collberg ist überzeugt das Musik, und die Industrie darum, ein gefährlicher Ort ist: Die Versuchung, für nicht mal 15 Minuten im Scheinwerferlicht alles aufs Spiel zu setzen, wartet an jeder Ecke, und eigentlich jeder knickt vor ihr ein. Und das bewusst im Maskulinum. Der männliche Künstler, der sich für ebenso einen hält, ist eine spezielle Form Mensch. Und Andrew Collberg hat viele von ihnen gesehen.

Eine gelungene Visualisierung dazu liefert das Musikvideo zu „Long Blonde Hair“: Zahlreiche Poeten, Musiker, Künstler, denen öffentliche Büsten errichtet wurden, kennt heute niemand mehr. Wie diese Kerle wohl drauf waren?

Von Schweden über Neuseeland nach Arizona

Andrew Collberg wurde in Schweden geboren, zieht als Kind erst nach Auckland in Neuseeland, und kurz später nach Tucson, Arizona: „Das ist der Ort, von dem ich komme. Tucson hat mich geformt, mich mit Musik in Berührung gebracht“, so Collberg.

Seinen Lebensunterhalt bestreitet Collberg seit vielen Jahren mit Musik. An verschiedenen Instrumenten, in verschiedensten Bands ist er seit Jahren als „Mucker“ in der ganzen Welt auf Tour. Und genau diese Erfahrungen hat er in „A Modern Act“ vertont. Das Album erzählt in vielen kleinen Vignetten von meist erfolglosen Künstlern, die sich missverstanden oder nicht gehört fühlen, die irgendetwas hinterherjagen, das nie da war. Doch Andrew Collberg erzählt diese Geschichten weder gehässig, oder von oben herab, sondern mit einem wunderbar subtilen Humor, den man im englischen „tongue-in-cheek“ nennt.

Das Album „A Modern Act“ erscheint am 14. Oktober 2022 über das Kölner Feinschmeckerlabel Papercup Records.

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