My Soundtrack: Marla

Marla Bricks (foto: tobias breier)

Ihrer Musik wohnt ein ganz besonderer Zauber inne. Zu dieser Erkenntnis über die Heidelberger Musikerin Marla gelangten wir nach Durchhören ihres jüngsten Werks „Madawaska Valley“, das sie in Toronto mit ihrem Musikerkollegen David Celia aufgenommen hat. Die Singer-Songwriterin begann mit sechs Jahren klassisches Cello zu spielen. Die ausgemusterte Gitarre ihrer Schwester brachte sie jedoch dazu, zuerst Songs zu covern und im Alter von 15 Jahren selbst Lieder zu schreiben. Einige Zeit später traf sie den aus L.A. stammenden Musiker Robert Francis, der einen großen Einfluss auf ihre musikalische Entwicklung hatte. Welche Musiker und welche Songs für ihre Entwicklung sonst so eine Rolle spielten, verrät uns die Gute in „My Soundtrack“:


Robert Francis – Mescaline

Durch Robert Francis habe ich mit 14 begonnen, Americana/Singer-Songwriter Musik zu hören. Er hat mich inspiriert, geprägt und gelehrt. Seine Stimme, verraucht, tief und zittrig, gibt mir immer wieder auf’s neue eine Gänsehaut. „Mescaline“ lief speziell bei Liebeskummer auf Dauerschleife. Ob mit geschlossenen Augen im Bett oder mit Gitarre am Mitsingen. Das Arrangement und die Instrumentation in Kombination mit seinem Text rühren meine Seele, bringen mich zum Weinen und Lachen. Er ist noch heute für mich einer der größten Songwriter unserer Zeit, einfach magisch.


Sam Cooke – You Send Me

Dieser Song ist das beste Beispiel von Musik, die simpel, süß und zeitlos ist. Wie als liefe Sam Cooke auf den Wolken, singt er mit seiner klaren Stimme, weich wie Butter, und lässt mich in Nostalgie schwelgen. Mit jeder Laune, sowohl im Sommer als auch im Winter freuen sich meine Ohren von dieser Pracht von Musik bereichert zu werden.


Otis Redding – I’ve Been Loving You Too Long

Soul für die Seele. Otis sorgt für eine dauerhafte Achterbahnfahrt meiner Gefühle. Die Worte dieses Songs passten zu meiner Geschichte, er sprach die Worte, die ich nicht finden konnte. Einfach ein all time classic von einem weiteren Stern am Himmelszelt.


The Doors – The End

Wenn ich meine Augen schließe und diesem Lied lausche, begebe ich mich auf eine Reise in die kalifornische Wüste, fern von der Zivilisation. Jim redet von einem blauen Bus, der uns ins Jenseits führt. Wenn ich sterbe, möchte ich nicht in einen blauen Bus steigen, sondern „The End“ hören und mich von Morrison in den Tod singen lassen.


Hank Williams – Long Gone Lonesome Blues

Wer fühlt sich denn nicht mal einsam und möchte im Blues versinken? Sobald die Blues-Gitarre am Anfang mit den konstanten Drums einsetzt, geht es mir schon besser. Mir gefällt die paradoxe Stimmung, die zwischen den deprimierenden Lyrics und dem harmonievollen Arrangement herrscht. Und wer kann schon diesen Falsettos widerstehen?

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