My Soundtrack: John Garner

John Garner (foto: robert hagstotz)

Ende Juli hat das Augsburger Folk-Rock-Trio John Garner sein Debütalbum „Writing Letters“ veröffentlicht, geprägt von traditioneller Instrumentierung, irischem Vibe und dreistimmigem Gesang. Auch uns haben Lisa Seifert, Chris Sauer und Stefan Krause einen – elektronischen – Brief geschrieben und bei unserer My-Soundtrack-Reihe mitgemacht. 

 

Ennio Morricone – Once Upon A Time In The West

Stefan: Es gäbe natürlich viele Werke, die es verdient hätten, hier genannt zu werden. Nichts hat mich allerdings so beeindruckt wie „Once upon a time in the West“ (Originaltitel: C’Era Una Volta Il West) von Ennio Morricone aus dem legendären Western „Spiel mir das Lied vom Tod“. Weit bevor ich den Film das erste Mal sah, habe ich mir diesen Titel angehört. Mein Vater hatte sich damals die Single zu dem Soundtrack gekauft und zeigte mir, wie man Platten auflegt – dies war eine der ersten. Ich war so fasziniert von diesem einzigartigen Soundtrack, ebenso vom Gesang von Edda Dell’Orso. Wahrscheinlich ist dadurch meine Begeisterung für die Falsettstimme entstanden. Bis heute begleitet mich dieses Stück durch mein Leben und inspiriert mich einfach immer noch. Es ist unfassbar ergreifend und dieser Titel zeigt, wie unglaublich prägend Musik doch sein kann.

 

Biffy Clyro – Many Of Horror

Chris: Die Band Biffy Clyro begleitet mich schon eine ganze Weile. Ich hab die Drei unzählige Male live gesehen und ihre Musik war eine der größten Inspirationsquellen für mich. Mich begeistert vor allem die Vollauslastung. Wie eine Band zu dritt so fetten Sound liefert und dabei emotional und dynamisch bei jedem Gig voll am Anschlag ist, das fasziniert mich wirklich. „Many Of Horror“ ist ein gutes Beispiel dafür, wie tief diese Band emotional geht. Ich habe immer schon ein besonderes Ohr fürs Melancholische und deswegen schlägt mein Herz ganz besonders für diese Band und diesen Song.

 

The Beach Boys – Forever

Lisa: Ich bin immer schon großer Beach Boys-Fan, seit ich im Musikunterricht damals ein Referat über die Band halten „musste“. Die bunten Hemden, die gute Laune und das Sommerfeeling dieser Band macht es einem ja auch leicht, in gute Stimmung zu kommen. So war ich damals sehr neugierig, als ich auf einen Lovesong der Band gestoßen bin. Und da war es dann wirklich Liebe auf den ersten Blick. Ich bin ja keine große Romantikerin, aber „If every word I say, could make you laugh… I´d talk forever…“, das ist wirklich eine sehr schöne Zeile. Und dass ich nach dieser frühen Leidenschaft für die Beach Boys in ’ner Band lande, die hauptsächlich mit Mehrstimmigkeiten arbeitet, ist dann ja irgendwie fast nur logisch.

 

The Lumineers – Submarines

Ich glaube wir sind uns alle drei einig, wenn wir sagen, dass die Lumineers uns definitiv inspiriert haben und auch immer noch inspirieren. Abgesehen davon, dass wir auch zwei Herren und eine Dame sind, lieben wir den Sound dieser Band. Die Platten der Lumineers klingen immer besonders intim, besonders nah am Fan und sind in unserem Genre extrem wichtig. So auch „Submarines“, ein Song, der so locker und leicht daherkommt, aber beim genaueren Hinhören, da regt der Text doch mehr zum Denken an, als der fröhlich anmutende Song vermuten lässt.

 

Mumford & Sons – Hopeless Wanderer

Natürlich dürfen Mumford & Sons nicht fehlen, wenn es um unseren Soundtrack geht. Alle Alben dieser Herren können von uns auswendig mitgesungen werden. Und wir haben lang überlegt, welchen ihrer Songs wir hier nennen. Doch dann war eigentlich klar es ist: „Hopeless Wanderer“. Abgesehen von diesem großartigen Song verbindet uns eine große Liebe zu diesem Musikvideo. Da lassen sich Mumford & Sons in so genialer Weise parodieren, dass man wirklich den Hut ziehen muss vor so viel Selbstironie. Und das ist eben etwas, dass auch wir von dieser Band gelernt haben: Sich selbst nicht immer so wahnsinnig ernst zu nehmen 😉

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