My Soundtrack: Henning Wehland

Henning Wehland (foto: markus walter/universal music)

Kaum zu glauben: Mit „Der Letzte an der Bar“ hat Henning Wehland gerade sein erstes, komplett deutschsprachiges Solo-Album veröffentlicht. Dabei ist der Mann, der in den frühen Neunziger Jahren die Band H-Blockx mit seinen Kumpels Johann-Christoph Maass, Tim Humpe und Stephan Hinz gründete, doch schon so lange dabei! Der eine oder andere mag den Sänger auch durch sein Mitwirken bei den Söhnen Mannheims und beim Tribut-Projekt Erben der Scherben (für Rio Reiser) kennen oder durch seine frühere Tätigkeit als Moderator bei VIVA 2. Auch bei „The Voice Kids“ oder bei den „Superkids“ war er zu sehen. Jetzt ist Wehland der Letzte an der Bar – und erzählt uns von den fünf Songs, die sein Leben prägten. 

Udo Lindenberg – „Das kann man ja auch mal so sehen“

Bis heute habe ich keinen vergleichbaren Song gehört, der einen Künstler so konsequent beschreibt. Das Thema „erste Liebe“ im Rock´n´Roll-Kontext und wie die Legende UDO damit umgeht ist einfach gut! Der Song hat mich, seit ich ihn mit sieben Jahren das erste mal hörte, nie wieder losgelassen.

 

Nina Hagen – „TV Glotzer“

Ich war von dem Cover fasziniert! Das gemalte Gesicht von Nina mit der Zigarette im Mund. Über solche Menschen wollte ich mehr wissen. Ich wollte so werden wie sie. „TV Glotzer“ war Punk und Pop zugleich. Es hat meine Welt auf den Kopf gestellt. Ich fand´s super …

 

All – „Long Distance“

Der beste „Love-Diss-Song“ aller Zeiten. Falls irgendjemand mal einem Menschen auf nette fiese Weise sagen möchte „FUCK YOU“, sollte man einen Brief mit dem Text von „Long Distance“ verschicken.

 

Red Hot Chili Peppers – „Fight like a brave“

Als die Peppers noch eine andere Band waren: Ende der 80er Jahre bestand mein Leben eigentlich nur aus Skateboardfahren und den RHCP. Das war nicht nur Musik. Das war eine Lebenseinstellung. Wenn Du auf einer Party zu den RHCP getanzt hast, gehörtest Du dazu! Damals galt das auch noch als Mutprobe. Und man konnte sich beim Tanzen genauso wehtun, wie beim Skaten.

 

Rage Against The Machine – „Bombtrack“

Zu diesem Song haben wir in unserem Stammladen in Münster – dem „Odeon“– einen eigenen Tanz erfunden. Obwohl wir keinen Alkohol tranken, haben wir Dosenbier in den Laden geschmuggelt und immer, wenn der Song kam, haben wir uns mit dem Bier übergossen und uns die Shirts vom Leib gerissen. Das Ganze ist als „Biertanz“ zur Legende geworden.

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