Live: Black Lips kommen nach Deutschland

Black Lips (foto: ben rayner)

Dass die Flower-Punk-Pioniere Black Lips berühmt-berüchtig für ihre eskalativen Konzerte sind, das weiß man. Wer es noch nicht weiß, kann sich bald davon überzeugen: Die Band aus Atlanta kommt im November für zwei Shows nach Deutschland:

4.11. Berlin – Festsaal Kreuzberg
6.11. Hamburg – Molotow

Mit im Gepäck sind sicher auch Songs aus ihrem aktuellen Album „Satan’s Grafitti Or God’s Art?“, das am 5. Mai über Vice Records erschien. Der fuzzig-staubige Rock ’n‘ Roll den die Band hier ein weiteres Mal zelebriert, wurde von Sean Lennon in dessen Studio in Upstate New York produziert.

Während der Aufnahmen isolierten sich alle Beteiligten völlig von der Außenwelt, wodurch die Band in einer fokussierten Lebendigkeit zusammen rückte und zurück in den Spirit ihrer Gründung versetzt wurde. Neben den Gründungsmitgliedern Cole Alexander und Jared Swilley, waren auch der frühere Gitarrist Jack Hines (2002-04) und die kürzlich dazu gestoßenen Oakley Munson an den Drums und Zumi Rosow am Saxophon mit von der Partie. Als weitere Gäste sind Saul Adamczewski von Fat White Family und Yoko Ono auf dem Album zu hören.

Die Black Lips entstanden aus einem DIY-Ethos, der sie von schweißgetränkten Shows in den Kellern von Georgia auf die Bühnen der großen Festivals, darunter auch ein Gig auf dem Fun Fun Fun Fest, der in Terrence Malicks kommenden Film „Song To Song“ zu sehen ist, sowie Touren in weit enfernten Regionen wie unter anderem Indien, Jordanien, Ägypten, Libanon oder den Irak führte. „Satan’s Grafitti Or God’s Art?“ bestätigt die Black Lips darin sich treu geblieben zu sein, während die Trends und Hype-Bands kamen und wieder gingen. Mit einem breiten Sound, aber dennoch roh und präzise reiht sich „Satan’s Grafitti Or God’s Art?“ als aufregendes neues Zeitdokument in die geschichtsträchtige Bandhistorie ein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.