Kongos

Kongos (foto: sony music/danny kongos)

England, Südafrika, USA: Die Kongos sind weit herumgekommen. Und das hört man der Band auch an.

Keine Frage: Die Leidenschaft für die Musik wurde den Mitgliedern der Band in die Wiege gelegt. Das aus Brüdern bestehende Quartett – Dylan (Gesang, Bass), Daniel (Gesang, Gitarre), Jesse (Gesang, Drums) und Johnny (Gesang, Keys, Akkordeon) – hat den südafrikanisch-britisch-griechischen Sänger und Songwriter John Kongos zum Vater. Der feierte auf der Insel mit Songs wie „He’s Gonna Step On You Again“ und „Tokoloshe Man“ vor allem in den siebziger Jahren große Chart-Erfolge.

Die vier Jungs werden – bis auf Danny – allesamt in London geboren, verbringen einen großen Teil ihrer Kindheit jedoch in Südafrika, um in den neunziger Jahren schließlich nach Phoenix/Arizona (USA) überzusiedeln. Obwohl die Jungs in einem musikalischen Haushalt aufwachsen, verspüren sie nie den Druck, sich zu einer Familienband zusammenzuschließen, wie sie immer wieder betonen. Das Ganze habe sich vielmehr ganz natürlich entwickelt. Ebenso wie der außergewöhnliche Stil der Band, der ob der rastlosen Vita aus vielen verschiedenen kulturellen Ecken gespeist wird.

Ihr Debüt geben die Kongos 2003 bei einer High-School-Talentshow, wo sie unter anderem den Beatles-Hit „Eleanor Rigby“ covern. Ab 2007 sind die Jungs dann regelmäßig gemeinsam auf der Bühne und erspielen sich langsam – aber sicher – eine Fan-Basis im Raum Phoenix. Auch auf Bühnen der amerikanischen Westküste erlebt man die Vier häufiger.

2007 veröffentlichen die Kongos ihre selbstbetitelte Demo-Platte. 2012 kommt dann ihr tatsächliches Debütalbum „Lunatic“ auf den Markt, das die Band in dem familieneigenen Tokoloshe-Studio eingespielt hat. Das Songwriting teilt sich die Band dabei auf, je nachdem welche Stimmlage gerade gefragt ist, wird dann der passende Sänger zum Lied ausgewählt. Auf den zwölf Songs ihrer Debütplatte kredenzen die Jungs eine stimmige Mixtur aus Folk, Country, Blues und Pop.

Zunächst erscheint das Album in Südafrika. Dort landet das Werk auf Platz eins der Rock-Charts – auch dank einer ungewöhnlichen Promo-Maßnahme. Die Jungs hatten einfach Mal spontan ein paar ihrer Songs an ein paar einheimische Radiostationen versendet. Ausgerechnet 5FM, der größte Top 40-Sender des Landes, nimmt den Song „I’m Only Joking“ in seine Rotation auf. Ein Moment, der die Band auf einen Schlag im ganzen Land bekannt macht.

2013 und 2014 kommen dann endlich auch der amerikanische und der europäische Markt in den Hörgenuss der Platte. In den US-Billboard-Charts klettert der Kongos-Erstling auf Platz 38. Ein erster Achtungserfolg. Positiv wirkt sich auch aus, dass die Wrestling-Liga WWE den Song „Come With Me Now“ für einen ihrer Pay-Per-Views nutzt. Der gleiche Titel wird auch in Sylvester Stallones Film „The Exendables 3“ verwendet. Auch nett: Die Band darf mit den Kings of Leon auf Tour gehen.

2016 erscheint mit „Egomaniac“ das dritte Studioalbum der Kongos. Kommerziell fällt es gegenüber „Lunatic“ deutlich ab, erreicht in den US-Billboard-Charts nur Platz 80.

 

DISCOGRAPHY

2007: Kongos

2012: Lunatic

2016: Egomaniac

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