Susanne Blech (foto: dominik grötz)

Susanne Blech – Stéphanie von Monaco

Der Autor Timon Karl Kaleyta hat Anfang April seinen Roman „Die Geschichte eines einfachen Mannes“ (Piper) vorgelegt, der nicht zuletzt vom Traum eines gelungenen Lebens als Musiker erzählt. Denn: Musiker ist Kaleyta auch. Gemeinsam mit Tilman Ezra Mühlenberg musiziert er unter dem Moniker Susanne Blech. Am 28. Mai erscheint deren neues Minialbum „Die Innere Sicherheit“. Der Clip zur Single „Stéphanie von Monaco“, einem Vorgeschmack, ist unser Video der Woche.

Kurios: Das Video besteht aus Teilen des experimentellen Kurzfilms „The End is My Beginning“ des in Kalifornien lebenden Künstlers Friedrich Kunath. Und wie die Band auf YouTube erklärt, ist der schon 2017 entstanden. Damals habe Kunath, der seinen rund 21-minütigen Minuten Film „The End is My Beginning“ gemeinsam mit Kameramann Kay Madsen drehte, nicht ahnen können, dass dieser in Teilen irgendwann mal zu einem Musikvideo umgewidmet würde. „Kunath hatte einfach alles, was in dem Song verhandelt wird, schon vorausgeahnt. Und er hat es dabei so viel schöner und anmutiger ins Bild gesetzt, als das in Deutschland mit deutschen Mitteln und mit deutschem Blick je möglich gewesen wäre: Die Einsamkeit des millionenschweren Künstlers, die Eleganz der Arriviertheit, die Sinnlosigkeit aller Nachmittage unter der Sonne. Der Künstler erkannte das natürlich sofort, als er ‚Stéphanie von Monaco‘ hörte und befahl, sein Material auf der Stelle umzuschneiden“, schreiben Susanne Blech in der Videobeschreibung.

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Die perfekte Symbiose

Und tatsächlich gehen Song und Video eine geradezu unheimliche, perfekte Symbiose ein. Die Band: „‚The End is My Beginning‘ erzählt auf experimentelle Weise von der Aporie eines Malers. Zum einen lebt er inmitten von Künstlerklischees, träumt zwischen Landschaftsgemälden, Porträts und Büsten von einem Einswerden mit seinen Bildern und von Selbstauflösung. Zum anderen sehnt er sich im träumerischen Setting von Los Angeles nach echter Liebe zu anderen Menschen und zur Natur, was in der Wirklichkeit der Hollywood-Millionäre wie ein unerfüllbarer dummer Wunsch erscheint. In der Musikvideo-(De)montage des Editors Martin Martin Schlesinger werden all diese Träume in ihr Gegenteil verkehrt. Was auch immer das heißen mag.“

Samira El Ouassil mit von der Partie

Neben Kaleyta singt in dem Song übrigens die Autorin und Sängerin Samira El Ouassil. Die Stücke auf „Die Innere Sicherheit“ erzählen vom Streben nach Wohlstand und Verantwortung und von der Angst. Von Sehnsucht, Verbundenheit und vom Wunsch, dass sich das Leben auch in Wirklichkeit genau so zugetragen hat wie in unserer Erinnerung. Es sind deutsche Themen, die hier verhandelt werden. Kindheitserinnerungen an die Urlaube an der Riviera. Immobilieninvestitionen. Die Sinnlosigkeit, in der Ferne ein neues Leben beginnen zu wollen. Musikalisch ist das irgendwo zwischen Italo Disco und Dreampop zu verorten.

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